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Alexander Knoll ist Biologe. Für seine Promotion am Karlsruher Institut für Technologie versucht er, die DNA-Reparatur und -Rekombination in Pflanzen besser zu verstehen.

Emanuel Heitlinger promoviert an den Universitäten Karlsruhe und Edinburgh. Er untersucht mit Hilfe von Hochdurchsatz-DNA-Sequenzierung die Evolution eines Wirt-Parasit-Systems.

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Neues in der Kategorie Medizin

04. April 2011

The MolBio Carnival #9

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 2

molbio_carneval.pngWelcome to edition #9 of the MolBio Carnival! If you the third edition of the carnival which I also hosted, you probably wonder why a part of this post is in German. The answer is easy, the German science blogosphere is big and keeps growing, and I want to feature molecular biology-related blog posts here as well! If you speak German, feel free to look around!

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Autor: Alexander· 04.04.11 · 23:40 Uhr· 2 Kommentare

28. Februar 2011

Krebszellen sind verkappte Individualisten? Eher nicht.

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 12

Drüben im Fischblog hat Lars Fischer über ein aktuelles Paper der beiden Astrophysiker Paul Davies und Charles Lineweaver geschrieben. Die spekulieren in der Zeitschrift Physical Biology, dass Krebs eine Rückbesinnung unserer Zellen in eine Zeit ist, als sie sich noch ganz egoistisch als Einzeller behaupten mussten. Lest euch vielleicht erst mal den Artikel von Lars durch, bevor ihr hierher zurückkommt. Fertig? Gut, dann könnt ihr jetzt hier nachlesen, warum die Idee ziemlicher Quark ist.

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Autor: Alexander· 28.02.11 · 22:46 Uhr· 12 Kommentare

19. September 2010

Der Molbio Blogkarneval

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 3

molbio_carneval.pngMolekularbiologie ist ein unheimlich spannendes Thema, das weltweit von sehr vielen Wissenschaftlern erforscht wird. Leider entspricht die Berichterstattung darüber nicht dem großen Anteil, den diese moderne Forschungsrichtung in den heutigen Lebenswissenschaften einnimmt. Warum das so ist, stellt bestimmt auch eine interessante Frage dar. Wir haben uns allerdings gedacht, dass wir einfach versuchen wollen, ein wenig mehr Aufmerksamkeit auf die Molekularbiologie zu lenken. Darum haben wir einen Blogkarneval gestartet, in dem einmal monatlich die spannendsten molekularbiologischen Blogbeiträge gesammelt werden sollen. Ähnlich wie es drüben bei Astrodicticum Simplex mit dem Blog-Teleskop läuft, wird der Molbio Karneval jeden Monat von einem anderen teilnehmenden Blogger ausgerichtet.

Mit dabei sind zur Zeit Alejandro Montenegro-Montero, LabRat, Psi Wavefunction, Lucas Brouwers und ich. Die ersten beiden Ausgaben sind schon raus, und am 4. Oktober werde ich die dritte hier hosten.

Wer seine molekularbiologischen Blogposts im Molbio Karneval veröffentlicht haben möchte, kann sich entweder direkt an den Verantwortlichen für den jeweiligen Monat wenden, oder (einfacher) hier einreichen, alles weitere geht dann automatisch. Deutsche Blogposts werden auch gern genommen, dafür bin ich ja da! ;)


Autor: Alexander· 19.09.10 · 19:04 Uhr· 3 Kommentare

25. Februar 2010

Stammzellen mit selbstzerstörerischen Tendenzen?

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 2

ResearchBlogging.orgJeder von uns, genauso wie alle anderen Organismen auf der Erde, nimmt täglich Schaden an der DNA in den Körperzellen. Dagegen kann man erstmal nichts machen, die Schäden sind auf natürliche innere und äußere Gründe zurückzuführen: Ionisierende Strahlung aus dem All und dem Boden; UV-Strahlung; DNA-schädigende Moleküle, die wir mit der Nahrung zu uns nehmen; sogar unser eigener Stoffwechsel produziert mit reaktiven Sauerstoffspezies Moleküle, die die DNA angreifen können! Dass wir diesen ständigen Ansturm auf unsere DNA überhaupt überleben, liegt vor allem an den zahlreichen sehr guten DNA-Reparaturproteinen in den Zellen. Für jede erdenkliche Art von Schaden gibt es dafür spezialisierte Reparaturwege. Für die meisten Arten von Schäden kann bei der Reparatur eine grundlegende Eigenschaft der DNA genutzt werden: Da sich im Doppelstrang die Sequenz eines Strangs aus der des gegenüberliegenden Strangs ergibt, können die Reparaturproteine problemlos ein Stück des beschädigten DNA-Strangs herausschneiden und die Lücke dann wieder mit der korrekten Sequenzinformation des zweiten Strangs schließen.
apoptotische_zelle.jpgDas geht bei der gefährlichsten Art von DNA-Schaden aber nicht. Entstehen zwei Brüche im Rückgrat der DNA nahe beieinander auf beiden Strängen, hat man einen Doppelstrangbruch (DSB). Die Reparaturproteine wissen nun nicht, ob (und was!) sich zwischen den freiliegenden Enden der DNA befunden hat. Die freien Enden sind nämlich unter anderem Proteinen ausgesetzt, die die DNA vom Ende an abbauen, es findet also oft an einem DSB ein Sequenzverlust statt. Und was, wenn mehrere DSBs gleichzeitig vorhanden sind, vielleicht noch auf verschiedenen Chromosomen? Welche Enden gehören zusammen? Trotz all diesen Schwierigkeiten ist die Standardstrategie bei vielen Organismen, die Enden einfach wieder zusammenzuflicken. Das können sie unter anderem deshalb ungestraft machen, weil ein großer Teil ihres Genoms aus genetischem Gerümpel besteht, bei dem eventuelle Mutationen keine große Rolle spielen. Die alternative Strategie setzt auf das Kopieren von gleichen Sequenzen von woanders aus dem Genom. Da wir jedes Chromosom doppelt besitzen (eins vom Vater, eins von der Mutter), kann die sogenannte homologe Rekombination (HR) beispielsweise die Sequenzinformation vom mütterlichen Chromosom nutzen, wenn das väterliche einen DSB hat. Dieser Vorgang ist erstmal sicherer für die Sequenz, allerdings auch ungleich komplexer durchzuführen, als einfach die Enden aneinander zu pappen [1].

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Autor: Alexander· 25.02.10 · 23:25 Uhr· 2 Kommentare

29. Januar 2010

Litt Mark Twain am SIWOTI Syndrom?

Kategorie: Kultur·Medizin  ·  Kommentare: 1

Ich bin mir sicher, Mark Twain wäre ein prominentes Opfer des schrecklichen SIWOTI Syndrom, wäre das Internet 100 Jahre älter. Man schaue sich nur mal den Brief an, den er einem Quacksalber als Antwort auf einen Werbebrief schickte:

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Autor: Alexander· 29.01.10 · 14:59 Uhr· 1 Kommentar

28. Januar 2010

3 Mal Kurz und Knackig

Kategorie: Kultur·Medizin·Naturwissenschaften

Ich habe momentan leider keine Zeit für längere Artikel (trotz genügend Themen für welche), deshalb hier zumindest ein paar interessante kleine Happen für zwischendurch.

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Autor: Alexander· 28.01.10 · 22:30 Uhr· 0 Kommentare

08. November 2009

Die Wurst mit Zähnen kriegt keinen Krebs!

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 51

ResearchBlogging.orgIn Listen über die merkwürdigsten Tiere auf diesem Planeten taucht eins ziemlich oft ganz weit oben auf: der Nacktmull (Heterocephalus glaber), liebevoll gern auch mal "Penis mit Zähnen" genannt. Schön sieht er ja wirklich nicht aus, doch es sind bekanntlich andere Dinge, die zählen.


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Der Nacktmull, wie er leibt und lebt. Quelle: Riude/flickr

Der Nacktmull ist nämlich ein extrem merkwürdiges Tier, und merkwürdig bedeutet für einen Wissenschaftler vor allem eins: interessant! Dieses Nagetier ist beispielsweise das einzige staatenbildende Säugetier. Große Kolonien von bis zu mehreren hundert Tieren leben in selbstgegrabenen unterirdischen Gängen und Höhlen zusammen, die von einer Königin regiert werden. Und ganz ähnlich wie bei Bienen oder Ameisen unterdrückt die Königin die Geschlechtsentwicklung in ihren Untertanen, um die Fortpflanzung in der Kolonie zu kontrollieren.
Nacktmulle sind kaltblütig und empfinden wohl auch keinerlei Schmerz, da ihnen wichtige Moleküle in der Haut fehlen (beispielsweise die sog. Substanz P).

In der letzten Ausgabe der Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) haben die Forscher Andrei Seluanov, Vera Gorbunova und Kollegen ein weiteres überraschendes Merkmal von Nacktmullen genauer untersucht: Nacktmulle kriegen keinen Krebs! Der Größe nach sind Nacktmulle in etwa mit Mäusen zu vergleichen. Doch während Mäuse und andere gleich große Nager nur wenige Jahre leben, werden Nacktmulle über 30 Jahre alt. Sie scheinen dabei auch nicht "normal" zu altern, sondern sind bis kurz vor ihrem Tod aktiv, pflanzen sich sogar fort. Mäuse kennen ihre natürliche Todesursache (sofern sie nicht vorher gefressen werden) sehr genau; rund 90% der natürlichen Todesfälle bei Mäusen gehen auf Krebs zurück. Und trotz dem sehr viel höheren Alter zum Todeszeitpunkt wurde noch kein Nacktmull mit Krebs gefunden.

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Autor: Alexander· 08.11.09 · 21:27 Uhr· 51 Kommentare

11. Oktober 2009

Ein paar Gedanken zum Nobelpreis für Telomere

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 4

Mit ein wenig Verspätung will ich nun auch noch ein paar Gedanken zum diesjährigen Medizin-Nobelpreis für Elizabeth Blackburn, Carol Greider und Jack Szostak loswerden.

Zunächst gibt es eine einfache Antwort, warum das Thema Telomere und die drei Preisträger auf so vielen Listen zu finden waren: Es gibt einen inoffiziellen "Nobelpreis" für die Life Sciences (für die Biologie gibt es ja keinen echten), den Lasker Award. Den erhielten die Preisträger genau in der Konstellation und für das Thema Telomere 2006. Da ungefähr die Hälfte der Lasker-Preisträger wenige Jahre später auch den Nobelpreis erhielt, war es also gar nicht so schwierig, auf Blackburn, Greider und Szostak zu kommen.

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Autor: Alexander· 11.10.09 · 09:16 Uhr· 4 Kommentare

23. August 2009

Juli Zeh: Corpus Delicti - die fehlgeschlagene Gesundheitsdiktatur

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften·Politik·Themenwoche  ·  Kommentare: 4

Liest man sich den Klappentext zu Corpus Delicti von Juli Zeh durch, denkt man an Orwells 1984 und an den Film GATTACA: In der Zukunft kommt eine Gesellschaft auf uns zu, bei der jeder dauerhaft überwacht ist, und die Gesundheit eines jeden zur Pflicht, zum Gesetz erhoben ist. Wer ungesund lebt, wird vor Gericht gezerrt.

Leider bleibt außer dieser Hoffnung des Lesers nicht sehr viel übrig, wenn das Buch ausgelesen ist. Das ist schade, denn gerade mit den Implikationen, die das kostengünstige und schnelle Sequenzieren von Genomen in wenigen Jahren bringen werden, hat hier die Chance bestanden ein spannendes Buch abzuliefern. Wenn Eltern ihre Kinder nicht impfen lassen, oder wenn es Gerichte benötigt, um Kindern zu einer effektiven Krebsbehandlung zu verhelfen, dann wird dies diskutiert. Wenn die personalisierte Medizin es möglich machen wird, den Menschen individuell zu helfen, wird dies diskutiert. Um das alles geht es in Corpus Delicti aber nicht. Leider.

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Autor: Alexander· 23.08.09 · 20:20 Uhr· 4 Kommentare

02. August 2009

Das Werner Syndrom als Modell natürlichen Alterns

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften

Vor kurzem habe ich ja schon einen kurzen Artikel über die RecQ Helikasen gepostet. Heute soll es ein wenig genauer um eine Erbkrankheit gehen, die durch Ausfall einer der fünf menschlichen RecQ Helikasen entsteht: Das Werner Syndrom. Mit dem Artikel will ich auch eine weitere sehr seltene Progerie-Erkrankung (beschleunigte Alterung) vorstellen, neben der von Tobias bereits besprochenen Hutchinson-Gilford-Progerie.

Helikasen sind Enzyme, die unter Energieverbrauch doppelsträngige DNA (oder auch RNA) entwinden können. Die zwei Stränge der DNA-Doppelhelix sind, wie sich manch einer vielleicht noch aus der Schule erinnert, nicht kovalent gebunden, sondern "nur" über Wasserstoffbrücken. Diese Art der Bindung ist nicht ganz so fest, und kann von den Helikasen aufgelöst werden. Der wohl bekannteste Einsatz einer Helikase in der Zelle ist während der Verdopplung der DNA vor einer Zellteilung, der Replikation. Die beiden Stränge müssen entwunden werden, bevor sie kopiert werden können - das wird von einer Helikase erledigt, in etwa so wie der Schieber einen Reißverschluss öffnet.

Zipper.jpg

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Autor: Alexander· 02.08.09 · 16:08 Uhr· 0 Kommentare

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