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Alexander Knoll ist Biologe. Für seine Promotion am Karlsruher Institut für Technologie versucht er, die DNA-Reparatur und -Rekombination in Pflanzen besser zu verstehen.
Emanuel Heitlinger promoviert an den Universitäten Karlsruhe und Edinburgh. Er untersucht mit Hilfe von Hochdurchsatz-DNA-Sequenzierung die Evolution eines Wirt-Parasit-Systems.
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02. September 2010
Science Online London 2010
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Naturwissenschaften·Politik·Technik
Während in Barcelona über das Wochenende die EMBO ihr Meeting abhält, bin ich in London in der British Library für Science Online London 2010.
Wissenschaft und Wissenschaftsjournalismus im Internet, sei es auf Blogs, Twitter oder sonst irgendwie, Welchen Einfluss hat das Internet auf die Wissenschaft? Die Kommunikation steht hier klar im Vordergrund, aber auch das Teilen von wissenschaftlichen Daten über das Internet und deren gemeinsame Auswertung und Überprüfung.
Neben klassischen Vorträgen wird ein Teil des Meetings auch als Unconference organisiert sein. Dazu noch jede Menge unterhaltsames drumherum wie Führungen bei der Royal Society, ein Besuch bei der Diamond Light Source, und ein netter Abend auf der Dachterasse bei Mendeley.
Ich weiß noch nicht, ob und wieviel ich während des Meetings hier bloggen kann. Science Online London ist aber natürlich auch auf Twitter vertreten, als @soloconf. Da viele der Gäste auf Twitter unterwegs sind, kann man dem Meeting sicher sehr gut auch vom Rest der Welt aus folgen, indem man den Hashtag #solo10 im Auge behält.
Und für diejenigen mit viel Zeit vor dem Rechner wird es einen Livestream der Konferenz drüben bei Science 3.0 geben!
Autor: Alexander· 02.09.10 · 15:57 Uhr· 0 Kommentare
22. August 2010
Web of Stories
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften
Ich bin wieder da! Ein wenig zumindest, ich will und muss es erst mal ruhiger angehen lassen. Ich weiß, ich hab schon ne ganze Zeitlang nichts mehr geschrieben, aber die Arbeit geht immer vor. Weil sich die jetzt aber wieder ein wenig normalisiert, kanns hier auch wieder losgehen!
Deshalb heute erst mal ein wenig seichte Kost. Kennt ihr schon Web of Stories? Nicht? Na dann schnell hin! Der Sinn dahinter ist schnell erzählt: Man nehme einen Menschen, setze ihn vor eine Kamera, und lasse ihn eine kurze Geschichte erzählen, was ihm so gerade einfällt. Und wie das so ist mit Geschichten, führt eine zur anderen, und mit der Zeit soll dann eben auch ein Netz von Geschichten entstehen. Zur Zeit ist Web of Stories noch in der Betaphase, mit nur zwei Kanälen. Trotzdem sind schon viele interessante Menschen drin, überraschenderweise überwiegend Wissenschaftler. Sydney Brenner ist beispielsweise jemand, dem ich den ganzen Tag zuhören könnte, nicht nur wenn er wissenschaftlich vorträgt, sondern auch wenn er einfach aus seinem Leben erzählt. Es zeigt auch, dass ein Nobelpreisträger sich problemlos auch mit so komischen Sachen wie alten Science Fiction Heften beschäftigen kann, oder man lernt, wieso man für im Labor gemixte Cocktails immer 95%igen, nie 100%igen Alkohol benutzen sollte...
Schaut einfach mal rein!
Autor: Alexander· 22.08.10 · 18:20 Uhr· 0 Kommentare
13. Juni 2010
Jürgen Markl: Biologie
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften·Themenwoche · Kommentare: 7
Das neue Lehrbuch "Biologie" für die Oberstufe von Jürgen Markl hat einen kleinen bunten Frosch auf der Vorderseite. Ich kenne noch andere allgemeine Lehrbücher der Biologie (die auch diesen Titel haben), und alle haben sie einen Frosch vorne drauf: den "Campbell" (als er in Deutschland noch bei Spektrum erschien), und sein Nachfolger bei Spektrum, den "Purves". Es ist wohl noch nicht mal ein Zufall, dass verschiedene Bücher ähnliche Motive auf ihrem Cover haben - Jürgen Markl ist (beziehungsweise war) Herausgeber der deutschen Versionen beider Bücher. Doch ist der neue Markl innen drin, wo es drauf ankommt, ähnlich gut wie ich es selbst noch vom alten Campbell gewohnt bin?
Autor: Alexander· 13.06.10 · 18:51 Uhr· 7 Kommentare
11. Juni 2010
2x aus dem Fenster schauen
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 4
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Abstruse Goose: World View (CC by-nc 3.0)
I have a friend who's an artist and he's some times taken a view which I don't agree with very well. He'll hold up a flower and say, "look how beautiful it is," and I'll agree, I think. And he says, "you see, I as an artist can see how beautiful this is, but you as a scientist, oh, take this all apart and it becomes a dull thing." And I think he's kind of nutty.Richard Feynman
First of all, the beauty that he sees is available to other people and to me, too, I believe, although I might not be quite as refined aesthetically as he is. But I can appreciate the beauty of a flower.At the same time, I see much more about the flower that he sees. I could imagine the cells in there, the complicated actions inside which also have a beauty. I mean, it's not just beauty at this dimension of one centimeter: there is also beauty at a smaller dimension, the inner structure...also the processes.
The fact that the colors in the flower are evolved in order to attract insects to pollinate it is interesting - it means that insects can see the color.
It adds a question - does this aesthetic sense also exist in the lower forms that are...why is it aesthetic, all kinds of interesting questions which a science knowledge only adds to the excitement and mystery and the awe of a flower.
It only adds. I don't understand how it subtracts.
Autor: Alexander· 11.06.10 · 19:54 Uhr· 4 Kommentare
30. Mai 2010
Ich bin natürlich versessen!
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 3
Wie funktioniert Wissenschaft? Wie sieht der Alltag eines Molekularbiologen eigentlich aus? Ich habs ja schon mehr als einmal gesagt, aber Marcus Anhäusers Berichte im Labortagebuch über seine Zeit beim Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik fand ich richtig klasse. Die Wissenschaft kam nicht zu kurz, aber gleichzeitig hat er es auch geschafft, den Laboralltag und die Leute die die Wissenschaft machen, realistisch und deshalb auch spannend zu beschreiben.
So etwas ähnliches gibt es jetzt auch zum Anschauen! Richard Rifkind, ein Emeritus vom Sloan-Kettering Institute for Cancer Research, hat zusammen mit der Autorin Carole Rifkind drei Jahre lang die Hochs und Tiefs einer kleinen Gruppe von Molekularbiologen am Colubia University Medical Center in New York verfolgt. Der Gruppenleiter Lawrence Shapiro ist besonders interessiert an der Strukturaufklärung von regulatorischen Proteinen des Energiehaushalts. Der Film "Naturally Obsessed" konzentriert sich vor allem auf die Forschungsprojekte seiner drei Doktoranden, und auch deren Leben. Er zeigt, wie der Alltag in der Molekularbiologie aussieht: immer wieder die gleichen Versuche, die öfter fehlschlagen als funktionieren. Trotzdem immer wieder die Hoffnung, dass beim nächsten Mal der ganz große Knaller rauskommt. Die Euphorie, und die viel zu häufige Verzweiflung, wenn es dann doch nicht klappt. Die alten, kleinen Laborräume, in denen jeder freie Platz mit irgendeinem Gerät vollgestopft ist. Aber auch das Leben außerhalb des Labors, das viel zu oft zu kurz kommt: Sondereinsätze am Sonntag zur Kristallstrukturanalyse von Proteinen, zerbrochene Beziehungen und das Baby, das bis nach der Doktorprüfung warten muss.
Autor: Alexander· 30.05.10 · 22:19 Uhr· 3 Kommentare
02. April 2010
Hello Schröddy
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 9
Nicht wirklich meine Farbe, und auch nicht mein Schnitt. Schade. Wer bei ThinkGeek ist auf die Idee gekommen, dieses Hello Schröddy Shirt wollen nur Frauen anziehen? Naja, wenn schon ich das nicht kaufen kann, dann vielleicht wenigstens ein paar meiner Leserinnen!
Ich hab ja noch überlegt, ob ich den Witz erklären muss, dachte aber dass die Leser hier schon mal was von Schrödingers Katze gehört haben sollten. Und dann fällt mir ein: Können alle die Verbindung zum Schleifchen ziehen? ;-)
via den Couchpotatoes Podcast.
Autor: Alexander· 02.04.10 · 18:55 Uhr· 9 Kommentare
30. März 2010
Die Leiden des jungen (reisenden) Wissenschaftlers
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 4
Zuerst einmal: Falls wer schon gehofft hat - nein, ich bin nicht von einem Berglöwen erwischt worden! Ich bin nur wieder im Ausland unterwegs, und in den wenigen Tagen zwischen Kalifornien und meinem aktuellen Trip war so viel zu tun, dass einfach keine Zeit fürs Bloggen war. Die aktuelle Reise hat mich nach England geführt, genauer zum Wellcome Trust Genome Campus in Hinxton südlich von Cambridge. Dort befindet sich das European Bioinformatics Institute (das, um ganz genau zu sein eigentlich nur eine sog. Outstation des European Molecular Biology Laboratory ist, das sich ganz in der Nähe meines Arbeitsplatzes in Heidelberg befindet), und dort nehme ich am Workshop "Plant Bioinformatics" teil. Hier geht es allerdings nicht wirklich um Programmieren, Perl und R (das überlasse ich dann lieber Emanuel), sondern um das Kennenlernen der vielen Datenbanken und Werkzeuge, die am EBI angeboten werden, um sie im Arbeitsalltag effizienter einsetzen zu können.
In diesem Post soll es aber um etwas anderes gehen, nämlich meine Anreise nach England. Wer keine Rants lesen will hört am Besten hier auf.
Autor: Alexander· 30.03.10 · 23:13 Uhr· 4 Kommentare
04. März 2010
Meeting-Mode
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften·Umwelt
Ich habe schon ein paar Tage nichts mehr von mir hören lassen, jedenfalls hier auf Alles was lebt. Wer mir auf Twitter folgt, weiß schon warum: Ich bin zur Zeit in Kalifornien auf dem Meeting "Plant DNA repair and recombination 2010", wo sich so gut wie alle treffen, die international zu diesem Thema arbeiten. Was überraschend wenige sind, das Feld ist recht überschaubar.
Hier, das ist am äußersten Zipfel der Monterey-Halbinsel in den Asilomar Conference Grounds. Dabei handelt es sich um eine weitläufige Anlage mit darin verteilten Häusern für die Übernachtung, und größeren Gebäuden für Essen und Talks. In Richtung Pazifik liegt zwischen meiner Unterkunft und dem Strand noch ein Naturschutzgebiet mit Dünen für entspannte Spaziergänge zwischen den Sessions, wenn man mit den Kollegen diskutieren will.
Autor: Alexander· 04.03.10 · 17:05 Uhr· 0 Kommentare
11. Februar 2010
Wissenschaftsblog-Auslese 2009 und ein wenig über Malaria und sekundäre Pflanzenstoffe
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften
Das Ergebnis der Wissenschaftsblogs-Auslese 2009 ist da, und ich bin überrascht, denn ein Post von mir hat es tatsächlich unter die 14 besten Artikel geschafft!
Überrascht bin ich, weil der Artikel über Krebs, beziehungsweise dessen Fehlen bei Nacktmullen, der am heftigsten diskutierte Post auf Alles was lebt ist - obwohl es darin weder um Esos noch Fahrradhelme geht, sondern um Wissenschaft, die in einem Journal mit peer review veröffentlicht wurde. Der Text war also wohl doch nicht so schlimm, wie es manche Kommentatoren fanden.
Ich bin aber noch mehr überrascht, weil ich letztes Jahr gewiss nicht Zeit für viele Posts hatte. Die Ideen waren da, mir fehlte leider die Zeit das auch zu schreiben! Und da viele Posts = mehr Chancen nominiert zu werden, hatte ich mir eigentlich nicht sehr viele Hoffnungen für die Auslese 2009 gemacht. Naja, better luck next year dachte ich mir halt.
Umso mehr freut es mich, dass es auch 2009 mit der Auslese geklappt hat! Aber ich will nicht nur ständig von meinem Post in der Auslese schreiben - die 13 anderen Posts sind zu Recht auch ausgezeichnet, also schnell rüber zur Liste mit den Gewinnern, und alle Einträge lesen!
Vielen Dank an Lars, Marc und die Juroren für die Mühe mit der Auslese!
Und nachdem ich ja schon gejammert habe über zu wenig Zeit zum Bloggen, mache ich es mir für den Rest dieses Posts auch einfach. Ich stelle den Artikel "Was uns Forschung an Pflanzen über Parasiten sagt" von meinem alten Blog hier rein, mit dem ich es in die Auslese 2008 geschafft habe. Das ist ganz praktisch, denn für einen neuen Post kann ich mir dann ein wenig Hintergrund sparen!
Autor: Alexander· 11.02.10 · 23:31 Uhr· 0 Kommentare
Wissenschaftspoesie in der U-Bahn
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 3
Über diese Twitternachricht von LabLit.com bzw. Jennifer Rohn
'where heaven was is bare beyond imagining' Science poetry on London Underground http://twitpic.com/12k9sbbin ich heute morgen auf eine tolle Aktion in den U-Bahnen in London aufmerksam geworden. Zum 350. Jahrestag der ältesten wissenschaftlichen Gesellschaft, der Royal Society, hägen dort nämlich sechs verschiedene Gedichte, die sich mit Wissenschaft beschäftigen.
Obwohl auch Gedichte mit biologischem Bezug dabei sind, hat mich eben dieses getwitterte Gedicht von Jamie McKendrick über Raumfahrt ganz besonders berührt, vor allem der letzte Satz:
What once had been
where heaven was, is barren beyond imagining,
and never so keenly as from out there can
the lost feel earth's the only paradise.
Ein PDF mit allen sechs Gedichten kann man sich hier runterladen!
Autor: Alexander· 11.02.10 · 22:07 Uhr· 3 Kommentare
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