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Alexander Knoll ist Biologe. Für seine Promotion am Karlsruher Institut für Technologie versucht er, die DNA-Reparatur und -Rekombination in Pflanzen besser zu verstehen.

Emanuel Heitlinger promoviert an den Universitäten Karlsruhe und Edinburgh. Er untersucht mit Hilfe von Hochdurchsatz-DNA-Sequenzierung die Evolution eines Wirt-Parasit-Systems.

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Archiv August 2009

23. August 2009

Juli Zeh: Corpus Delicti - die fehlgeschlagene Gesundheitsdiktatur

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften·Politik·Themenwoche  ·  Kommentare: 4

Liest man sich den Klappentext zu Corpus Delicti von Juli Zeh durch, denkt man an Orwells 1984 und an den Film GATTACA: In der Zukunft kommt eine Gesellschaft auf uns zu, bei der jeder dauerhaft überwacht ist, und die Gesundheit eines jeden zur Pflicht, zum Gesetz erhoben ist. Wer ungesund lebt, wird vor Gericht gezerrt.

Leider bleibt außer dieser Hoffnung des Lesers nicht sehr viel übrig, wenn das Buch ausgelesen ist. Das ist schade, denn gerade mit den Implikationen, die das kostengünstige und schnelle Sequenzieren von Genomen in wenigen Jahren bringen werden, hat hier die Chance bestanden ein spannendes Buch abzuliefern. Wenn Eltern ihre Kinder nicht impfen lassen, oder wenn es Gerichte benötigt, um Kindern zu einer effektiven Krebsbehandlung zu verhelfen, dann wird dies diskutiert. Wenn die personalisierte Medizin es möglich machen wird, den Menschen individuell zu helfen, wird dies diskutiert. Um das alles geht es in Corpus Delicti aber nicht. Leider.

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Autor: Alexander· 23.08.09 · 20:20 Uhr· 4 Kommentare

12. August 2009

Kostenloser Vogelführer vom NABU

Kategorie: Naturwissenschaften·Technik·Umwelt  ·  Kommentare: 4

Der NABU (Naturschutzbund Deutschland) hat einen kostenlosen Vogelführer als Anwendung für das iPhone und den iPod touch veröffentlicht. Ich habe das Programm mal getestet, und finde es nicht nur praktisch, sondern auch sehr gut gemacht.

vogel_silhouette.jpg Flying in Gold von robokow (cc)


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Autor: Alexander· 12.08.09 · 22:42 Uhr· 4 Kommentare

07. August 2009

Trickreiche Orchideen

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 4

ResearchBlogging.orgViele Orchideenarten haben den tollen Beinamen "Täuschblume". Das bedeutet, dass sie den Insekten, die sie zur Bestäubung benötigen, Belohnungen nur vortäuschen.
Pflanzen, die die Bestäubung von Insekten erledigen lassen, bieten in der Regel ein kleines Dankeschön in Form von Nektar an. Die Insekten transportieren dann eher nebenbei die Pollen von einer Blüte zur nächsten. Doch diese Art der Fortpflanzung ist natürlich recht teuer, weil die Pflanze den energiereichen Nektar produzieren muss. Ein paar Pflanzenarten, darunter auch einige Orchideen, verzichten darum auf den Nektar. Das mit der Bestäubung klappt trotzdem, weil sie die Insekten austricksen: Ein paar Duftstoffe werden produziert, die die Insekten vom Nektar kennen. Auf der Suche nach dem nicht vorhandenen Nektar in der Blüte wird dann der Pollen auf die Tiere übertragen.
Neben der Ernährung sprechen manche Orchideen aber auch ein zweites Grundbedürfnis der Insekten an: Die Fortpflanzung. Besonders die in Europa heimischen Ragwurz-Arten haben sich darauf spezialisiert, mit verlockend geformten Blüten und den passenden Duftstoffen männliche Insekten in der Paarungszeit anzulocken. Die Blüten sehen dem Körper von Weibchen zum Verwechseln ähnlich, teilweise sogar mit falschen Fühlern.

Ophrys_scolopax5.jpg

Die Täuschung funktioniert so gut, dass die männlichen Insekten sogar mit einer Pseudokopulation beginnen, während der die Pollenpakete an ihren Körper geheftet werden:

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Autor: Alexander· 07.08.09 · 12:44 Uhr· 4 Kommentare

02. August 2009

Das Werner Syndrom als Modell natürlichen Alterns

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften

Vor kurzem habe ich ja schon einen kurzen Artikel über die RecQ Helikasen gepostet. Heute soll es ein wenig genauer um eine Erbkrankheit gehen, die durch Ausfall einer der fünf menschlichen RecQ Helikasen entsteht: Das Werner Syndrom. Mit dem Artikel will ich auch eine weitere sehr seltene Progerie-Erkrankung (beschleunigte Alterung) vorstellen, neben der von Tobias bereits besprochenen Hutchinson-Gilford-Progerie.

Helikasen sind Enzyme, die unter Energieverbrauch doppelsträngige DNA (oder auch RNA) entwinden können. Die zwei Stränge der DNA-Doppelhelix sind, wie sich manch einer vielleicht noch aus der Schule erinnert, nicht kovalent gebunden, sondern "nur" über Wasserstoffbrücken. Diese Art der Bindung ist nicht ganz so fest, und kann von den Helikasen aufgelöst werden. Der wohl bekannteste Einsatz einer Helikase in der Zelle ist während der Verdopplung der DNA vor einer Zellteilung, der Replikation. Die beiden Stränge müssen entwunden werden, bevor sie kopiert werden können - das wird von einer Helikase erledigt, in etwa so wie der Schieber einen Reißverschluss öffnet.

Zipper.jpg

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Autor: Alexander· 02.08.09 · 16:08 Uhr· 0 Kommentare

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