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Alexander Knoll ist Biologe. Für seine Promotion am Karlsruher Institut für Technologie versucht er, die DNA-Reparatur und -Rekombination in Pflanzen besser zu verstehen.

Emanuel Heitlinger promoviert an den Universitäten Karlsruhe und Edinburgh. Er untersucht mit Hilfe von Hochdurchsatz-DNA-Sequenzierung die Evolution eines Wirt-Parasit-Systems.

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Archiv April 2009

27. April 2009

Malaria in Brasilien: Ähnlich, aber trotzdem anders

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften

ResearchBlogging.orgBei Malaria denkt man am ehesten an Afrika und den dort häufigsten Malariaerreger Plasmodium falciparum. Von dort kennt man auch einen Trick der Evolution, wie manche Menschen resistent gegen Malaria sein können: Patienten der Erbkrankheit Sichelzellanämie bilden eine veränderte Form des Blutfarbstoffs Hämoglobin, so dass sich die roten Blutkörperchen, die Erythrocyten, sichelförmig verformen. Dies führt zu einer Armut an roten Blutkörperchen, da die verformten schnell abgebaut werden. Daraus folgen Sauerstoffarmut, Organveränderungen und letzlich eine verminderte Lebenserwartung. Im Blut dieser Personen können sich die Malariaerreger Plasmodium sp. jedoch nicht mehr vermehren (wobei der genaue Mechanismus noch ungeklärt ist), der Patient ist resistent gegen Malaria.

Sicklecells.jpgBild 1: Sichelförmig verformte rote Blutkörperchen eines Sichelzellanämie-Patienten.


Die Sichelzellanämie ist darum weltweit sehr selten - mit Ausnahme von Gebieten, in denen eine hohe Dichte an Plasmodium-tragenden Moskitos vorherrscht. Dort bietet die Erbkrankheit einen evolutionären Vorteil, da die Lebenserwartung mit Malaria noch geringer ist.

Ein ähnlicher Fall wurde nun in einer kleinen Studie in PLos One für Brasilien beschrieben - jedoch mit einer anderen Plasmodium-Art und einer anderen Erbkrankheit!

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Autor: Alexander· 27.04.09 · 13:22 Uhr· 0 Kommentare

25. April 2009

Moskitos mit Lasern abschießen - Star Wars lässt grüßen

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften·Technik  ·  Kommentare: 11

Den Artikel im Wall Street Journal könnte man fast für einen Aprilscherz halten. Jedenfalls werden alle wichtigen Schlagworte angesprochen: Ein Laser, das mittlerweile doch recht angestaubte amerikanische SDI-Raketenabwehrsystem (besser unter dem Namen "Star Wars-Programm" bekannt), Bauteile von eBay, und ein griffiger Name: WMD, Weapon of Mosquito Destruction.

Es geht um ein ehrgeiziges Projekt, mit dem Malaria bekämpft werden soll, und über das ich heute zum Welt-Malaria-Tag scheiben will, der von Roll Back Malaria organisiert wird: Die Entwicklung eines Lasers, der gezielt Moskitos abschießt. Aufgestellt vor einem Haus oder auf einem Dorfplatz soll er wie ein virtuelles Mückennetz die Moskitos von den Menschen fernhalten.

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Autor: Alexander· 25.04.09 · 14:41 Uhr· 11 Kommentare

20. April 2009

Interview auf Weissbier und Wissenschaft

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 2

bolognaklein.jpgIn der Reihe "Bologna vs. Bolognese" auf Weissbier und Wissenschaft wurde ich gerade von Bastian und Philipp über mein Studium interviewt. Wer also erfahren möchte, wie mein Studium so ablief, darf gerne dort vorbeischauen.

Und wenn ihr schon dort seid, dann schaut euch gerne noch ein wenig um - die beiden schreiben spannende Posts!


Autor: Alexander· 20.04.09 · 10:58 Uhr· 2 Kommentare

19. April 2009

Lesestoff

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften

Über das Wochenende konnte ich endlich die Zeit finden, die über die Woche liegen gebliebenen Posts all dieser interessanten Wissenschaftsblogs zu lesen (siehe dazu auch unsere ausführliche Blogroll).
Ein paar dieser Artikel fand ich interessant genug, sie zu emfpehlen. Für jeden einen eigenen Post zu schreiben erscheint mir dann aber doch zu übertrieben. Deshalb gibt es hier im Stil von 3vor10 einfach mehr oder weniger zusammenhanglos die Empfehlungen!

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Autor: Alexander· 19.04.09 · 18:43 Uhr· 0 Kommentare

15. April 2009

Wenn die Village People Molekularbiologen wären...

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften

Bio-Rad hat einen draufgelegt. Nach dem viralen Werbevideo "Scientists for a better PCR" gibt es jetzt ein neues: "GTCA". Ich hab mal beide Videos hier eingebaut - und ein GTCA Audition Video. Ob das echt ist, oder auch nur zur viralen Verbreitung beiträgt?

Scientists for a better PCR

GTCA

GTCA Audition


Autor: Alexander· 15.04.09 · 22:17 Uhr· 0 Kommentare

14. April 2009

Persönliche Erfahrungen in der deutschen Biosicherheitsforschung: Interview mit Dr. Stefan Rauschen

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften·Umwelt  ·  Kommentare: 16

IMG_1072.JPGIn der aktuellen Ausgabe von Nature Biotechnology bin ich auf einen interessanten Brief gestoßen. Darin schildert Stefan Rauschen vom Institut für Biologie III (Pflanzenphysiologie) der RWTH Aachen seine Erfahrungen in der Biosicherheitsforschung in Deutschland, von seinem Studium über Diplom- und Doktorarbeit bis zu seiner jetzigen Stelle. Er berichtet über die Gründe, die ihn in dieses Gebiet führten, aber auch über die Schwierigkeiten, mit denen der Fachbereich zur Zeit in Deutschland kämpfen muss.

Besonders auch in Anbetracht der aktuellen Ereignisse in der Politik bat ich ihn, mir einen kleinen Einblick in seine Arbeit und seine Gedanken zur Thematik gentechnisch veränderter Organismen in der Landwirtschaft zu geben.

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Autor: Alexander· 14.04.09 · 20:41 Uhr· 16 Kommentare

11. April 2009

Wer forscht an Unkraut?

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 1

Das ist ein Repost von meinem alten Blog vom 23.09.2008. Ich habe am Ende noch einen neuen Punkt angefügt, der dann auch für all diejenigen interessant ist, die den Artikel schon mal gelesen haben.



Arabidopsis thaliana Acker Schmalwand Kreuzblütengewächse Cruciferae Brassicaceae 07.jpgJa, das ist tatsächlich eine Frage, die ich mir leider recht oft anhören muss. Zum Beispiel von Technikern, die uns im Gewächshaus besuchen. Wenn die uns dann sehen, wie wir unsere Pflanzen - wir arbeiten mit Arabidopsis thaliana, der Ackerschmalwand - vorsichtig von Mücken und Blattläusen befreien, wie wir sie einzeln in Plastikröhren einpacken, um Fremdbestäubungen zu vermeiden, oder wie wir uns freuen wenn ein Versuch geklappt hat bzw. fluchen wenn die letzte Kreuzung wieder nix war, dann kommt üblicherweise diese Frage, in der einen oder anderen Form: "Das ist doch ein Unkraut, oder? Was machen sie denn damit?"
Und sie haben in gewisser Weise recht, denn für den Landwirt und Gärtner ist die Ackerschmalwand ein Unkraut. Doch das ist nur eine Sichtweise! Denn was für den Gärtner ein Nachteil, ist für uns Wissenschaftler ein enormer Vorteil. Wie kam es also, dass ein Unkraut ohne wirtschaftlichen Nutzen zum wichtigsten botanischen Modellorganismus wurde? Dafür gibt es bei Arabidopsis jede Menge Gründe.

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Autor: Alexander· 11.04.09 · 12:55 Uhr· 1 Kommentar

07. April 2009

Microarrays - mausetot

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 6

ResearchBlogging.orgEs geht oft unter in der Diskussion um die Sequenzierung menschlicher Genome, dass die dafür entwickelte Technologie einen weiteren ebenso bedeutenden "Neben-Nutzen" hat:
Die Analyse von Genexpression.

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Autor: Emanuel Heitlinger· 07.04.09 · 01:10 Uhr· 6 Kommentare

05. April 2009

Evolution auf die Ohren

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 1

DarwinRocksLogo.gifMit einem genialen Konzept machen seit vorgestern Tübinger Evolutionsbiologen und Informatiker um Prof. Nico Michiels Selektion hörbar. In einem Spiel auf der Seite darwinrocks.de kann man Evolution an der eigenen Haut, oder besser am eigenen Trommelfell erfahren.
Unterschiedlichen Fortpflanzungserfolg bestimmt das Gehör des Spielers, wenn dieser Musikstücke nach seinem persönlichen Geschmack selektiert. Dass man dabei auch durchaus mehr über Evolution lernen kann wird schnell deutlich wenn man sich etwas durch das sehr übersichtlich gestaltete Menü klickt. Dem Spieler werden dort durchaus handfeste evolutionsbiologische Konzepte als Einflussgrößen auf die von ihm gelenkte Evolution näher gebracht: Populationsgröße, Verwandtenpaarung, Mutationsrate, Sex oder Selbstbefruchtung, all das bestimmt der Spieler.

Da das Ganze unheimlich Spaß macht, fasse ich mich jetzt kurz und empfehle jedem, das Spiel einfach auszuprobieren!


Autor: Emanuel Heitlinger· 05.04.09 · 18:05 Uhr· 1 Kommentar

03. April 2009

Molekularbiologie oder Thundercats?

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 3

Okay, indirekte Altersfrage: Wer weiß überhaupt, was es mit den Thundercats auf sich haben soll? Jeder, der eben die Hand gehoben hat, saß also in den 1980ern vor dem Fernseher und hat Trickserien geschaut! ;-)
Für diejenigen dürfte dann dieses kurze Quiz nicht so schwer sein:

Ich muss zugeben, bei 2-3 Begriffen habe ich auch geraten - Glück gehabt!

[via Biology in Science Fiction]


Autor: Alexander· 03.04.09 · 21:10 Uhr· 3 Kommentare

Freier Zugang zu Wissenschaft - bedroht durch die Wirtschaftskrise?

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 4

Unter dem Begriff "Open Access" werden verschiedene Bestrebungen zusammengefasst, die Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit allen Interessierten frei zugänglich zu machen. Der Grundgedanke ist einfach: Der überwiegende Teil von Wissenschaft wird von der Gesellschaft bereits über Steuern finanziert. Es ist demnach falsch, dass man ein zweites Mal bezahlen muss, um die Ergebnisse dieser Forschungen betrachten zu dürfen.
Paper lesen kostet Geld, und nicht wenig: Ein einzelner Artikel in der Regel 30 bis 50 Dollar, Abos für Fachzeitschriften sind auch nicht wirklich billig. Die Universitätsbibliothek der Uni Karlsruhe hat beispielsweise eine Liste mit ihren zehn teuersten Zeitschriftenabos zusammengestellt, davon kommt das teuerste (Biochimica et biophysica acta) auf den stolzen Preis von über 17000 Euro! Solche Preise haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass immer mehr Bibliotheken Abos kündigen mussten, der Zugang zu wissenschaftlichen Informationen wurde dadurch erschwert.
Die Strategie des Open Access dreht das Bezahlmodell um: Die Autoren müssen (mehr) Geld bezahlen, um einen Artikel in einer Zeitschrift veröffentlichen zu können, dafür ist dann der Artikel nach der Veröffentlichung frei für alle einsehbar. Der Verlag sollte so idealerweise die Einnahmen einfach vor statt nach der Veröffentlichung machen, und auch aus Sicht des Steuerzahlers ist es erstmal egal, wann für die Publikation gezahlt wird. Der Vorteil dieses Modells ist aber, dass nach der Publikation die Informationen für jeden Interessierten zugänglich sind. Dies fördert den Austausch von Wissen, besonders in den ärmeren Ländern.
Verständlicherweise stehen Open Access und die so publizierenden Verlage unter dem Beschuss der alteingesessenen (closed-access) Verlage, die ihre reichen Geldquellen in Gefahr sehen. Doch nun scheint sich ein weiteres Problem für die Open Access Bewegung zu offenbaren: Da die Verlage mit diesem Modell weniger verdienen, sind sie anfälliger für die aktuelle Wirtschaftskrise.

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Autor: Alexander· 03.04.09 · 11:52 Uhr· 4 Kommentare

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