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Täglich Wissenschaft entdecken: aktuelle Studien, neue Forschungsergebnisse, lesenswerte Storys. An dieser Stelle gibt es jeden Tag ausgewählte Linktipps aus der ScienceBlogs-Redaktion.
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Neues in der Kategorie Umwelt
17. August 2009
Paradigmenwechsel in der Allergieforschung?, Schädliche Antioxidantien?, Kleinere Vögel durch Klimawandel?
1. Frühzeitig an Allergene gewöhnen
Allergien stellen die Medizin leider immer noch vor viele Rätsel. Das betrifft die Therapie, wie auch auch das grundlegende Verständnis der Mechanismen der Allergieentstehung. Nun deutet sich hier ein kleiner Paradigmenwechsel an: lange Zeit war man davon ausgegangen, daß schwangere und stillende Mütter einige allergieauslösende Lebensmittel (Eier, Nüsse, Fische u.ä.) meiden sollten, wenn sie ihren Kindern Allergien ersparen wollen.
Nun zeigen neuere Studien, daß das Gegenteil der Fall ist. Der frühe Kontakt mit potentiellen Nahrungsmittelallergenen hat allerlei positive Effekte...
Autor: Marc Scheloske· 17.08.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare
12. August 2009
Brasilianische Zuckerrohr-Revolution, Unverwüstliches Speichenrad, Neue Erkenntnisse der Schlafforschung
1. Zuckerrohr: Für Caipirinha viel zu schade
Die Zuckerrohr-Industrie Brasiliens hat sich in den letzten Jahren enorm verändert. Der Anteil des Zuckerrohrs, der letztlich in Zuckersäcken landet, wird immer kleiner. Der Ausstoß von hochkonzentriertem Ethanol aus Zuckerrohr dagegen immer größer. Und das nicht etwa, weil der Caipirinha-Konsum explodiert wäre.
In Brasilien ist inzwischen Bioethanol günstiger als Benzin. Und entsprechend sind fast alle neuzugelassenen PKWs mit einem Motor ausgerüstet, der mit beiden Kraftstoffen zurecht kommt. Und Zuckerrohr ist als Lieferant für Biosprit auch tatsächlich sinnvoll - er liefert das Achtfache an Energie, die in ihn zur Produktion gesteckt wird. Es gibt keine effektivere Kraftstoffpflanze. Allerdings gibt es auch Schattenseiten dieses Zuckerrohr-Booms...
Autor: Marc Scheloske· 12.08.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare
06. August 2009
Grünes Öl, Orang-Utans nehmen ein Blatt vor den Mund, Aktivismus um Schweinegrippe?
Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt
1. Treibstoff aus Algen - mehr als ein Hype
Über Wege aus der drohenden Energiekrise wird - wenigstens bei ScienceBlogs - engagiert diskutiert. Eine Vision, über die immer häufiger gesprochen wird, ist die Energiegewinnung aus Algen. Daß dies keineswegs nur phantastische Träume sind, zeigt die jüngste Entscheidung des Energieriesen Exxon Mobil. Der bislang kaum im Bereich erneuerbarer Energien aktiv gewordene Ölkonzern wird in einem Forschungsprogramm insgesamt 600 Millionen Dollar für die Entwicklung von Biotreibstoffen aus Algen ausgeben. Wenn das nichts ist?
Exxon schielt - und hat sich dazu Craig Venter ins Boot geholt - darauf, aus den (biotechnologisch veränderten) Algen direkt "grünes" Öl zu gewinnen, das in Raffinerien verarbeitet werden könnte. Es gibt aber auch andere Ansätze.
Autor: Marc Scheloske· 06.08.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare
28. Juli 2009
Schweizer Gletschersterben, Epigenetische Spurensuche, Herausforderungen einer Marsmission
Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt
Die Schweizer Gletscher sterben. Seit dem Ende der kleinen Eiszeit vor 150 Jahren ziehen sich die Gletscher in der Schweiz immer weiter zurück. Der Rhonegletscher reichte im 19. Jahrhundert bis weit ins Tal hinunter, bis 2050 wird er (den Prognosen von Experten der ETH zufolge) nur noch eine winzige Eisfläche mit Gletschersee sein. Den meisten anderen der 1500 Schweizer Gletscher steht ein ähnliches Schicksal bevor.
Das Verschwinden der Gletscher ist allerdings nicht nur für den Tourismus ein Problem oder bedauerlich für Naturnostalgiker. Mit dem Abschmelzen sind handfeste Probleme verbunden: es wird vermehrt zu Erdrutschen und Überschwemmungen kommen; und: die Gletscher spielen eine zentrale Rolle im Wasserhaushalt der Schweiz. Und das Wasser steht in der Schweiz auch für die Elektrizität, die man aus den Wasserkraftwerken gewinnt...
Autor: Marc Scheloske· 28.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare
23. Juli 2009
Erhöhtes Sterberisiko bei Kaiserschnitt, Tierische Langstreckenrekorde, Nachwuchs für "Lonesome George"?
1. Höheres Sterberisiko für Babys bei geplantem Kaiserschnitt
Der Trend in der Geburtshilfe geht seit Jahren hin zum Kaiserschnitt. Gynäkologinnen selbst entbinden unterdurchschnittlich häufig auf normalem Weg und bei Prominenten und Celebrities steht die geplante, zeitgesteuerte "Geburt-to-go" seit Jahren hoch im Kurs. Fachleute zweifelten aber schon lange, ob diese Popularisierung des Kaiserschnitts sinnvoll ist. Eine großangelegte Studie von Schweizer Wissenschaftlern, die fast 60.000 Geburten innerhalb eines über zwanzigjährigen Zeitraums umfasste, bestätigt nun diese Zweifel: Kaiserschnittgeburten gehen mit einem erhöhten Sterberisiko einher.
Die nach Kaiserschnitten auftretenden Komplikationen würden systematisch unterschätzt und verharmlost, so schreiben die Forscher. Viel ändern wird - so steht zu vermuten - allerdings auch diese Studie nichts...
Autor: Marc Scheloske· 23.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare
21. Juli 2009
Bioreaktoren dank Gentechnik, Sex & Evolution, Eierwürfe auf Astronauten
Kategorie: Umwelt
Die Frage, wie wir unseren Energiebedarf in ökologisch verträglicher Weise decken, wird uns wohl noch die nächsten Jahrzehnte beschäftigen. Letzte Woche trat mit dem Desertec-Projekt die Solarthermie wieder in den Mittelpunkt der Diskussion. Ein ganz anderer Ansatz wird in biotechnologischen Labors in aller Welt verfolgt. Dort geht es allerdings auch nicht um Elektrizität, sondern um Kraftstoffe. Und zwar solche, die mit biotechnologisch veränderten Bakterien oder (Hefe)Pilzen hergestellt werden.
Und manche Forscher arbeiten nicht nur an der miniaturisierten, biologischen Produktion von Kraftstoffen, sondern träumen - wie Gentechnik-Pionier Craig Venter - gleich von komplett synthetisch hergestellten Bakterien, die Treibstoffe direkt aus CO2 herstellen können. Zukunftsmusik, aber vielleicht vernehmen wir bald schon ersten Klänge?
Autor: Marc Scheloske· 21.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare
14. Juli 2009
Ameisenhafte Verkehrssysteme, Massensterben bei Grünfinken, Katzenhafte Verführungskünste
Kategorie: Umwelt
Wenn man an Südamerika und Straßenverkehr denkt, dann denkt man an Chaos und staubige Buckelpisten. Doch obwohl es möglicherweise auf unseren (menschlichen) Straßen tatsächlich geordneteter zugeht, können wir möglicherweise dennoch viel von lateinamerikanischen Verkehrssystemen lernen: wenn wir uns nämlich die phantastische Organisation der Ameisenstraßen ansehen, die in den Superkolonien der Ameisenspezies Linepithema humile gilt.
Die ursprünglich aus Argentinien stammenden (sozialen!) Ameisen vereinbaren höchste Verkehrsdichte und Massenmobilität und individuellen Nutzen. Es kommt schlicht darauf an, daß mehr Kommunikation erfolgt und weniger den jeweiligen Egoismen gehorcht wird. Verkehrsforscher arbeiten seit langem an Systemen, die uns schneller voranbringen sollen - mit einigen Anleihen bei den Ameisen...
Autor: Marc Scheloske· 14.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare
08. Juli 2009
Beinahe-Apokalypse durch Vulkanausbruch, Trockene Tropfen, Seepferdchen-Sex
Kategorie: Umwelt
1. Die größte Krise der frühen Menschheit
Es ist kaum zwanzig Jahre her, als Biochemiker durch Erbgutanalysen feststellten, daß alle Menschen von wenigen gemeinsamen Vorfahren abstammen, die vor etwa 70.000 Jahren lebten. Eine Erklärung liefert die These eines gigantischen Vulkanausbruchs, der riesige Mengen Asche und Schwefel in die Atmosphäre gepustet und dadurch zu einer rapiden Abkühlung und Verdunklung geführt habe. Der indonesische Toba, so die Forscher, sei der Vulkan, der damals explodierte und zu einem Massensterben führte, das nur wenige tausend Menschen überlebten.
Diese These ist in den letzten Jahren viel diskutiert worden, ist aber unter Fachleuten umstritten. Nun haben Klimatologen um Alan Robock von der Rutgers Universität mit einer Computersimulation neue Argumente für die Toba-Theorie geliefert...
Autor: Marc Scheloske· 08.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare
06. Juli 2009
Funkende Falter, Risikoreiche Anti-Babypille, Forschung an Hirn-Computer-Schnittstellen
Kategorie: Medizin·Umwelt · Kommentare: 2
Die Monarchfalter - das ist bekannt - ziehen jedes Frühjahr von Mexiko nach Norden, wo sie Monate später die großen Seen Kanadas erreichen. Die dort schlüpfenden Tiere ziehen dann wieder zurück nach Mexiko. Dieser unter Biologen berühmte Zug kann nun bald detailliert verfolgt werden: dank miniaturisierten Peilsendern, die nur noch 0,2 Gramm schwer sind.
Die immer ausgereiftere Technik erlaubt neue Studien zur Wanderungsbewegungen von Tierarten. Aber die Anwendungen gehen weit darüber hinaus: es ist bspw. bekannt, daß bestimmte Vögel und andere Tierarten sehr früh mit speziellen bewegungsmustern auf herannahende Hurrikane oder auch Erdbeben reagieren. Dank der Peilsender könnte man solche Tiere als Frühwarner nutzen...
Autor: Marc Scheloske· 06.07.09 · 09:57 Uhr· 2 Kommentare
26. Juni 2009
Zukunftstrend "Energy Harvesting"?, Entstehung der Musik, Vorurteile über Wissenschaft
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Umwelt
1. Energie liegt auf der Straße
Energie liegt häufig buchstäblich auf der Straße: wenn über belebte Verkehrskreuzungen tausende Autos fahren etwa oder die Fußgänger über den Asphalt rennen. Die Vibrationen, die dabei entstehen, lassen sich durch intelligente Technik zur Stromerzeugung nutzen. Es gibt etwa eine Disco, die den Strom für ihre Lichtanlage dadurch gewinnt, daß im Tanzboden bestimmte Platten eingelassen sind, die die Bewegungsenergie in Strom umwandelt. Experten nennen diese Technik "Energy Harvesting".
Noch ist die Technik nicht ausgereift genug, um eine stattliche Ernte einzufahren. Aber durch Unterschiede in der Umgebeungstemperatur, Luftströmung oder eben Bodenvibrationen lassen sich künftig vielleicht tatsächlich viele kleine Energiequellen schaffen...
Autor: Marc Scheloske· 26.06.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare
24. Juni 2009
Sinnlose Lernhilfen für Kleinkinder, Rückkehr des Schwarzrost-Erregers, Die "Dahrendorf"
Es kann gar nicht schnell genug gehen. Nur keine Zeit verlieren, so lautet inzwischen die Devise, wenn es um Kindererziehung geht. Da gehört der Fremdsprachenunterricht im Kindergarten dazu und demnächst werden wohl Kurse für spätere Führungskräfte in der Grundschule angeboten. Ganz klar, daß auch im Säuglingsalter Eile geboten ist. Wieso also nicht mit technischen Geräten bestimmte Lern- und Entwicklungsschritte schneller herbeiführen?
So lautet die unausgesprochene Logik hinter vielen so genannten "Lernhilfen" für Babys. Doch Apparaturen, die etwa ein früheres Gehen ermöglichen sollen, sind nicht nur sinnlos, sondern schlicht gesundheitsgefährdend. Wie selig waren doch die Zeiten, als Babys ungestört auf dem Boden umherkrabbeln durften, bis ihnen das zu blöd war...
Autor: Marc Scheloske· 24.06.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare
23. Juni 2009
Wissenschaft der Gerüche, Neue Studien zum Anstieg des Meeresspiegels, Verführung durch Prothesen
Die Wissenschaft der Düfte und Gerüche bietet noch viele ungelöste Fragen. Bekannt ist, daß die Riechzellen der Schleimhäute etwa 350 Duftrezeptoren besitzen. Diese sind auf spezielle Düfte spezialisiert. Da gibt es Rezeptoren für Veilchenduft oder diejenigen für Helional, das nach frischer Meeresbrise riecht. Aber das ist längst nicht alles.
Die Duftforschung konnte auch zeigen, daß sich Spermien ebenfalls anhand von Gerüchen orientieren. Und jüngst hat der Duftforscher Hans Hatt im Labor nachgewiesen, daß Prostata-Krebs-Zellen ihr Wachstum einstellen, wenn sie im Reagenzglas mit dem schweren, süsslichen Duft von Veilchen konfrontiert werden. Düfte sind offenbar weit vielschichtiger, als es sich Patrick Süßkind vorstellen konnte...
Autor: Marc Scheloske· 23.06.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare
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