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Täglich Wissenschaft entdecken: aktuelle Studien, neue Forschungsergebnisse, lesenswerte Storys. An dieser Stelle gibt es jeden Tag ausgewählte Linktipps aus der ScienceBlogs-Redaktion.

Neues in der Kategorie Naturwissenschaften

14. August 2009

Seifenblasen-Forschung, Kurzschläfer-Gen, Sprache der Mimik

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Medizin·Naturwissenschaften

1. Zerplatzen von Seifenblasen entschlüsselt

Wenn sich Wissenschaftler mit Seifenblasen beschäftigen, dann ist das nicht der wiedererwachte Spieltrieb und geschieht nicht ohne Hintergedanken. Und so haben französische Forscher anhand ihrer Seifenblasen-Studien einige interessante Erkenntnisse gewonnen: erstens konnten sie zeigen, daß die Haut der Seifenblase direkt vorm Zerplatzen wie eine Fahne im Wind flattert und zweites stellten sie fest, daß die Lebensdauer einer Seifenblase vor allem von der Dichte des Umgebungsmediums abhängt.

Aber die Forschungsergebnisse sollen - so die Hoffnung der Wissenschaftler - nicht nur alle künftigen Seifenblasenkünstler mit Wissen bereichern; auch für die Klimaforschung könnten die Erkenntnisse hilfreich sein...

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Autor: Marc Scheloske· 14.08.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

13. August 2009

Neue Zweifel an Tamiflu, Trickreicher Baum, Sprunghafte Aufmerksamkeit

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 4

1. Meta-Analyse: Tamiflu und Relenza bei Kindern kaum wirksam

Die Zweifel an den vermeintlichen Grippe-Wundermitteln Tamiflu und Relenza werden immer größer. Zuletzt gab es Meldungen, wonach Tamiflu bei Kindern unerwünschte Nebenwirkungen haben kann. Nun liefern britische Wissenschaftler weitere Munition für die Kritiker: die Forscher werteten die verfügbaren Studien aus (viele sind es nicht) und stellten fest, daß sich die Erkrankungsdauer bei der saisonalen Grippe durch die Einnahme von Tamiflu oder Relenza nur minimal verkürzt.

Und auch etwaige Komplikationen (wie etwa Asthmaanfälle o.ä.) treten bei der Behandlung mit Tamiflu nicht wirklich seltener auf. Insgesamt sehr ernüchternde Ergebnisse - ob man Tamiflu bei Kindern einsetzt, sollte also wirklich überlegt sein...

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Autor: Marc Scheloske· 13.08.09 · 09:57 Uhr· 4 Kommentare

06. August 2009

Grünes Öl, Orang-Utans nehmen ein Blatt vor den Mund, Aktivismus um Schweinegrippe?

Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt

1. Treibstoff aus Algen - mehr als ein Hype

Über Wege aus der drohenden Energiekrise wird - wenigstens bei ScienceBlogs - engagiert diskutiert. Eine Vision, über die immer häufiger gesprochen wird, ist die Energiegewinnung aus Algen. Daß dies keineswegs nur phantastische Träume sind, zeigt die jüngste Entscheidung des Energieriesen Exxon Mobil. Der bislang kaum im Bereich erneuerbarer Energien aktiv gewordene Ölkonzern wird in einem Forschungsprogramm insgesamt 600 Millionen Dollar für die Entwicklung von Biotreibstoffen aus Algen ausgeben. Wenn das nichts ist?

Exxon schielt - und hat sich dazu Craig Venter ins Boot geholt - darauf, aus den (biotechnologisch veränderten) Algen direkt "grünes" Öl zu gewinnen, das in Raffinerien verarbeitet werden könnte. Es gibt aber auch andere Ansätze.

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Autor: Marc Scheloske· 06.08.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

28. Juli 2009

Schweizer Gletschersterben, Epigenetische Spurensuche, Herausforderungen einer Marsmission

Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt

1. Kein Eis - kein Wasser

Die Schweizer Gletscher sterben. Seit dem Ende der kleinen Eiszeit vor 150 Jahren ziehen sich die Gletscher in der Schweiz immer weiter zurück. Der Rhonegletscher reichte im 19. Jahrhundert bis weit ins Tal hinunter, bis 2050 wird er (den Prognosen von Experten der ETH zufolge) nur noch eine winzige Eisfläche mit Gletschersee sein. Den meisten anderen der 1500 Schweizer Gletscher steht ein ähnliches Schicksal bevor.

Das Verschwinden der Gletscher ist allerdings nicht nur für den Tourismus ein Problem oder bedauerlich für Naturnostalgiker. Mit dem Abschmelzen sind handfeste Probleme verbunden: es wird vermehrt zu Erdrutschen und Überschwemmungen kommen; und: die Gletscher spielen eine zentrale Rolle im Wasserhaushalt der Schweiz. Und das Wasser steht in der Schweiz auch für die Elektrizität, die man aus den Wasserkraftwerken gewinnt...

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Autor: Marc Scheloske· 28.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

22. Juni 2009

Neue Hypothese zum Sauriersterben, Gewitter auf dem Mars, Platonische Affenliebe

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 1

1. Haben Salzseen einst das Leben dezimiert?

Eine der spannendsten und bislang nicht eindeutig beantworteten Fragen betrifft das Aussterben der Dinosaurier vor rund 65 Millionen Jahren. Immer wieder kursieren neue Hypothesen. Die meisten Wissenschaftler gehen davon aus, daß ein Asteroideneinschlag für das Ende der Saurier verantwortlich ist. Kürzlich wurde aber auch wieder die Theorie eines gigantischen Vulkanausbruchs diskutiert.

Eine neue Erklärung bringt nun ein internationales Forscherteam ins Spiel: aus riesigen Salzseen seien - so ihre Hypothese - große Mengen an halogenisierten Kohlenwasserstoffen in die Atmosphäre entwichen. Diese hätten zum Absterben eines Großteils der Pflanzen geführt und somit den Sauriern die Lebensgrundlage entzogen....

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Autor: Marc Scheloske· 22.06.09 · 09:57 Uhr· 1 Kommentar

19. Juni 2009

Homosexualität als Evolutionsvorteil, Giftiger Haschischrauch, Rätsel der Ahornsamen

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften

1. Schwule Tiere und die Evolution

Homosexualität ist - gerade in der Tierwelt - keine Seltenheit. Die Beispiele reichen vom schwulen Schwanenpärchen, über Fische, die gleichgeschlechtliche Partner anlocken bis zu lesbischen Brutpaaren bei den Albatrossen. Homosexualität hat - so die jüngste These zweier US-Biologen - auch tatsächlich ihren evolutionären Sinn.

Denn mit der Variation in der sexuellen Orientierung und dem sozialen Paarungsverhalten gehen immer wieder bestimmte Vorteile einher: die lesbischen Albatrosspaare sind etwa bei der Aufzucht ihres Nachwuchses erfolgreicher, als "alleinerziehende" Albatrossmütter. Aber es gibt noch weitere Erklärungsansätze...

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Autor: Marc Scheloske· 19.06.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

12. Juni 2009

Zweifel an der Dino-Vogel-Theorie, Blasmusik gegen Schnarchen, Fossilientaufe

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 1

1. Vögel doch nicht Nachfahren der Dinos?

Wenn die Beobachtungen und Schlußfolgerungen von Zoologieprofessor John Ruben von der Oregon State University zutreffen, dann sind einige Kernthesen der Paläontologie in Frage gestellt. Denn bei der gängigen Lehre der Entwicklung der Arten geht man bis heute davon aus, daß die Vögel die Nachfahren kleiner, zweibeiniger Dinosaurier seien. Für Ruben ist das nicht plausibel.

Denn Vögel zeichnen sich v.a. dadurch aus, daß sie etwa 20x mehr Sauerstoff benötigen, als etwa Reptilien. Die festsitzenden Schenkelknochen und die Muskeln von Vögeln tragen wesentlich dazu bei, daß die Vögel ausreichend Lungenkapazität haben. Bei den Dinosaurieren findet man aber eben gerade keine festsitzenden Schenkelknochen. Für John Ruben ein Indiz, um an der gängigen Dino-Vogel-Theorie zu zweifeln...

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Autor: Marc Scheloske· 12.06.09 · 09:57 Uhr· 1 Kommentar

10. Juni 2009

Bienen als Umweltdetektive, Cognitive Enhancement, Schlau im Schlaf

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 1

1. Schwänzeltanzend zum Umweltschutz

Umweltschadstoffe können mit herkömmlichen Methoden nur sehr schwer flächendeckend überprüft werden. Einzelne Meßstationen liefern nur ein lückenhaftes Abbild, welche Pestizide, Insektizide oder andere Gifte tatsächlich in einem Gebiet vorhanden sind. Die Lösung für ein Schadstoff-Monitoring der Zukunft liefern möglicherweise Bienenschwärme.

Forscher aus Würzburg wollen den Bienen kleine Mikrochips auf den Rücken kleben; am Eingang zum Bienenstock streifen die Bienen kleine Teile der Pollen ab, diese werden automatisiert analysiert und falls verdächtige Stoffe gefunden werden, kann die Biene identifiziert und der Sammelort rekonstruiert werden. Auf diese Weise ist auch das Auffinden von gentechnologisch veränderten Pflanzen oder radioaktiven Spuren denkbar. Eine spannende Idee, solche bienenfleißigen Umweltdetektive einzusetzen...

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Autor: Marc Scheloske· 10.06.09 · 09:57 Uhr· 1 Kommentar

04. Juni 2009

Ausweg aus dem Stammzelldilemma, Hominoiden-Fund in Spanien, Blue-Brain-Projekt

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 1

1. Stammzellforschung: Operation Unsterblichkeit

Es kommt nicht häufig vor, daß ein wissenschaftliches Thema jahrelang die Debatten des Feuilletons und an den Stammtischen bestimmt. Die Fragen, ob Mediziner an embryonalen Stammzellen forschen dürfen, wie geeignete Stammzell-Linien gewonnen werden können, ohne juristisches Glatteis zu betreten, ob diesen Zellhaufen bereits Menschenwürde zukommt und wie eine solche Stammzellforschung am Ende unser Selbstverständnis als Gattungswesen "Mensch" revolutioniert, schienen die Nation zu spalten: in Befürworter und Gegner solcher Forschung.

Inzwischen haben die Forscher in ihren Labors fleißig weitergearbeitet. Und spätestens mit dem Erfolg des Japaners Shinya Yamanaka, der 2006 einen Weg zeigte, wie normale (Maus)Zellen in ein quasi-embryonales Stadium zurückverwandelt werden können, hat sich der alte Streit fast erübrigt. Die iPS (induzierten embryonalen Stammzellen) haben die festgefahrenen Stammzelldebatte eigentlich obsolet gemacht. Fast ein Wunder. Medizinisch und ethisch.

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Autor: Marc Scheloske· 04.06.09 · 09:57 Uhr· 1 Kommentar

03. Juni 2009

Vogelpsychologie, Pflanzenkommunikation, Pinguinforschung aus dem Weltraum

Kategorie: Naturwissenschaften

1. Primaten der Lüfte

Bis vor wenigen Jahren war es vollkommen klar, daß man intelligente Leistungen (jedenfalls nach menschlichen Maßstäben) in der Tierwelt am ehesten bei Primaten finden würde. Generationen von Affenforschern haben Schimpansen, Orang Utans und andere Menschenaffen studiert und deren Lern- und Problemlösefähigkeit analysiert. In den letzten Jahren mehren sich die Indizien, daß man möglicherweise schlicht bei der falschen Tierart gesucht hatte.

Vögel zeigen - wie immer mehr Studien belegen - bemerkenswerte Leistungen, die man sicher als Intelligenz etikettieren muß. Vor allem Raben, Krähen und Elstern tun sich hier hervor. Professor Onur Güntürkün von der Ruhr-Uni in Bochum hat letztes Jahr festgestellt, daß Elstern eine Art "Selbstbewußtsein" haben. Ein Laborbesuch bei dem Vogelforscher...

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Autor: Marc Scheloske· 03.06.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

29. Mai 2009

Meteorologie und Erdbebenforschung, Kritik an Japans Gesundheitssystem, Überlebensvorteil für Berlusconi?

Kategorie: Naturwissenschaften·Politik

1. Brandungsstärke belegt Zunahme von Stürmen

Viele Aufzeichnungen der Meteorologen belegen für das letzte Jahrhundert eine Zunahme von schweren Sturmereignissen. Nun finden diese Daten durch eine neuentdeckte Quelle weitere Bestätigung: der US-Erdbebenforscher Peter D. Bromirski hat festgestellt, daß sich aus den Aufzeichnungen von Seismometern ebenso Rückschlüsse auf Stürme ziehen lassen.

Eigentlich sollen die Seismogramme ja lediglich seismische Signale aufzeichnen, also der Erdbebenmessung dienen. Die Meßgeräte erfassen dabei aber immer - vor allem in Küstennähe - ein Umweltrauschen. Das kommt v.a. durch die Meeresbrandung zustande. Und diese, klar, hängt mit den Wellen und somit der Windstärke zusammen. Nun stehen den Forschern jedenfalls jede Menge neuer Daten zum Abgleich zur Verfügung...

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Autor: Marc Scheloske· 29.05.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

19. Mai 2009

Schulrealität des Jahres 2009, Narkolepsie eine Autoimmunkrankheit?, Komodowarane töten durch Giftcocktail

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften

1. Am Start

Man kann trefflich darüber streiten, ob die PISA-Studie hierzulande mehr Nutzen oder Schaden gestiftet hat. Einerseits ist es zweifellos so, daß die ernüchternden PISA-Ergebnisse die selbstgefälligen Bildungs- und Schulpolitiker wachgerüttelt haben, andererseits erleben wir inzwischen die Schattenseiten jener öffentlichen Diskussion, die bei Lehrern, Schülern und vor allem Eltern den Eindruck hinterlassen hat, bei der schulischen Bildung handele es sich letztlich um einen Wettbewerb, der unter dem Motto "Höher, schneller, weiter" durchgeführt wird.

Gerhard Matzig, Journalist und Vater einer Tochter, die nun am Ende ihrer Grundschulzeit angekommen ist, skizziert den alltäglichen Wahnsinn des "Systems" Schule und wünscht sich, daß wir wieder mehr Vertrauen schöpfen können. In die Fähigkeit der Lehrer, der Schule und vor allem in unsere Kinder.

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Autor: Marc Scheloske· 19.05.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

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