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Täglich Wissenschaft entdecken: aktuelle Studien, neue Forschungsergebnisse, lesenswerte Storys. An dieser Stelle gibt es jeden Tag ausgewählte Linktipps aus der ScienceBlogs-Redaktion.

Neues in der Kategorie Medizin

18. August 2009

Medizinisches Ghost-Writing, Sozialer Chamäleoneffekt, Dopamin als Gehirn-Doping

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 1

1. Die Geister, die ich rief

In der Medizin gelten andere Regeln, als in anderen wissenschaftlichen Disziplinen. Das beginnt bei den Anforderungen an medizinische Doktorarbeiten und reicht bis zur Publikationspraxis. Wenn es etwa um (große) klinische Studien geht, dann haben die Gepflogenheiten im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Ergebnisse fast gar nichts mehr mit den Standards anderer Wissenschaften zu tun. Denn die verantwortlichen (Chef-)Ärzte haben üblicherweise weder Zeit, noch Lust, um die Studienergebnisse in die Form einer sauberen Publikation zu bringen.

Das erledigen inzwischen häufig medizinische Ghost-Writer in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Pharmaunternehmen. Die renommierten Mediziner setzen am Ende lediglich ihren Namen unter den Fachartikel. Ist diese im Blog "Stationäre Aufnahme" skizzierte Praxis ein Zerrbild?

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Autor: Marc Scheloske· 18.08.09 · 09:57 Uhr· 1 Kommentar

17. August 2009

Paradigmenwechsel in der Allergieforschung?, Schädliche Antioxidantien?, Kleinere Vögel durch Klimawandel?

Kategorie: Medizin·Umwelt

1. Frühzeitig an Allergene gewöhnen

Allergien stellen die Medizin leider immer noch vor viele Rätsel. Das betrifft die Therapie, wie auch auch das grundlegende Verständnis der Mechanismen der Allergieentstehung. Nun deutet sich hier ein kleiner Paradigmenwechsel an: lange Zeit war man davon ausgegangen, daß schwangere und stillende Mütter einige allergieauslösende Lebensmittel (Eier, Nüsse, Fische u.ä.) meiden sollten, wenn sie ihren Kindern Allergien ersparen wollen.

Nun zeigen neuere Studien, daß das Gegenteil der Fall ist. Der frühe Kontakt mit potentiellen Nahrungsmittelallergenen hat allerlei positive Effekte...

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Autor: Marc Scheloske· 17.08.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

14. August 2009

Seifenblasen-Forschung, Kurzschläfer-Gen, Sprache der Mimik

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Medizin·Naturwissenschaften

1. Zerplatzen von Seifenblasen entschlüsselt

Wenn sich Wissenschaftler mit Seifenblasen beschäftigen, dann ist das nicht der wiedererwachte Spieltrieb und geschieht nicht ohne Hintergedanken. Und so haben französische Forscher anhand ihrer Seifenblasen-Studien einige interessante Erkenntnisse gewonnen: erstens konnten sie zeigen, daß die Haut der Seifenblase direkt vorm Zerplatzen wie eine Fahne im Wind flattert und zweites stellten sie fest, daß die Lebensdauer einer Seifenblase vor allem von der Dichte des Umgebungsmediums abhängt.

Aber die Forschungsergebnisse sollen - so die Hoffnung der Wissenschaftler - nicht nur alle künftigen Seifenblasenkünstler mit Wissen bereichern; auch für die Klimaforschung könnten die Erkenntnisse hilfreich sein...

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Autor: Marc Scheloske· 14.08.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

13. August 2009

Neue Zweifel an Tamiflu, Trickreicher Baum, Sprunghafte Aufmerksamkeit

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 4

1. Meta-Analyse: Tamiflu und Relenza bei Kindern kaum wirksam

Die Zweifel an den vermeintlichen Grippe-Wundermitteln Tamiflu und Relenza werden immer größer. Zuletzt gab es Meldungen, wonach Tamiflu bei Kindern unerwünschte Nebenwirkungen haben kann. Nun liefern britische Wissenschaftler weitere Munition für die Kritiker: die Forscher werteten die verfügbaren Studien aus (viele sind es nicht) und stellten fest, daß sich die Erkrankungsdauer bei der saisonalen Grippe durch die Einnahme von Tamiflu oder Relenza nur minimal verkürzt.

Und auch etwaige Komplikationen (wie etwa Asthmaanfälle o.ä.) treten bei der Behandlung mit Tamiflu nicht wirklich seltener auf. Insgesamt sehr ernüchternde Ergebnisse - ob man Tamiflu bei Kindern einsetzt, sollte also wirklich überlegt sein...

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Autor: Marc Scheloske· 13.08.09 · 09:57 Uhr· 4 Kommentare

11. August 2009

Bio-Doping mit Rote-Beete-Saft, Cannabis lagert sich in Fettdepots ab, Gefühle sind Körpersache

Kategorie: Kultur·Medizin  ·  Kommentare: 3

1. Rote Beete steigert sportliche Ausdauer

Im Sport sind es gerade die Ausdauerdisziplinen, die - man erlebt es gerade im Fall der gestürzten Eisschnell-Läuferin Claudia Pechstein - äußerst anfällig für Doping sind. Zu verlockend scheint es, den Sauerstofftransport mit ein paar Mittelchen aus der Apotheke noch ein Stückchen effizienter zu gestalten - mit den bekannten Folgen.

Künftig könnte neben Epo und Co. auch Rote-Beete-Saft auf den Dopinglisten stehen. Eine kleine britische Studie lieferte deutliche Indizien, daß der Saft die Ausdauerleistung steigert. Möglicherweise ist die hohe Nitratkonzentration dafür verantwortlich. Denn die Nitrate werden im Körper in Nitrite umgewandelt und verbessern - so die Vermutung - die Sauerstoffverwertung in den Mitochondrien. Wer hätte gedacht, daß der Gemüsehändler schon bald ins Dopinggeschäft einsteigen kann...

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Autor: Marc Scheloske· 11.08.09 · 09:57 Uhr· 3 Kommentare

10. August 2009

Mythos Sport, Mythos Rohrschach-Test, Hoffnungsschimmer für Mukoviszidose-Patienten?

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Medizin  ·  Kommentare: 1

1. Abnehmen und Sport

Spätestens im Frühjahr füllen sich die Fitneßstudios. Und wenn man die strampelnden, schwitzenden, trainierenden Freizeitathleten nach ihren Motiven befragen würde, dann würde der Großteil vermutlich antworten, daß einige überflüssige Pfunde wegtrainiert werden sollen. Denn wer im Sommer mit einer tadellosen Bikinifigur glänzen will, der muß - so die gängige und durchaus plausible Meinung - zuvor mit allerlei Übungen und Verrenkungen dafür arbeiten. Kurz: nur wer Sport treibt, der kann mit einem schlanken, athletischen Körper glänzen.

Daß es so einfach nicht ist, zeigt eine aktuelle Studie. Eine Korrelation zwischen Gewichtsabnahme und Sportprogramm ist fast nicht nachweisbar. Mehr über all die Effekte, die den gutgemeinten Besuch im Fitneßstudio wieder zunichte machen, erfährt man bei Lars im Fischblog...

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Autor: Marc Scheloske· 10.08.09 · 09:57 Uhr· 1 Kommentar

03. August 2009

Mißerfolge in Krebstherapie, Polit- und Wahlkampfrhetorik, Fliegende Rekordhalter

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Medizin  ·  Kommentare: 28

1. Krebsforschung: Schwieriges Aushungern

Es eine so einfache Idee und doch so schwer in der Umsetzung: wenn man die Blutzufuhr zu einem Tumor unterbinden oder wenigstens kontrollieren könnte, dann könnte man Krebsgeschwüre möglicherweise aushungern. Allerdings liegt die Sache in der Praxis natürlich deutlich komplizierter, als in der Theorie. Zwar hat man inzwischen viele der Mechanismen der Angiogenese (eben der Ausbildung neuer Blutgefäße) verstanden, doch in der Krebstherapie ist man damit bislang nicht erfolgreich.

Im Gegenteil: nun wurde festgestellt, daß die sogenannten Integrin-Inhibitoren, die für die Bildung von Kapillaren notwendig sind, höchst janusköpfige Eigenschaften haben. Wenn sie in hoher Konzentration vorliegen, dann läuft die Angiogenese auf Hochtouren; will man den Tumor "aushungern" und drosselt die Integrin-Konzentration dann reagiert der Tumor allerdings mit neuem Wachstum.

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Autor: Marc Scheloske· 03.08.09 · 09:57 Uhr· 28 Kommentare

31. Juli 2009

Irritationen über Kunstsperma, Männer mit Weitblick, Sportsensitive Frauen

Kategorie: Kultur·Medizin

1. Kunst am Mann: Vom Sexappeal der Stammzellen

Es waren durchaus "spritzige Schlagzeilen" - wie Joachim Müller-Jung kommentiert - die vor wenigen Wochen zu lesen waren. Anfang Juli war im Fachjournal "Stem Cells and Development" ein aufsehenerregender Artikel des Stammzellforschers Karim Nayernia erschienen. Der Inhalt ließ aufhorchen: Die Forscher gaben zu Protokoll, daß sie künstliches Sperma aus Stammzellen gezüchtet hatten. Sind also Männer künftig wirklich überflüssig? Können sich vielleicht bald auch unfruchtbare Männer auf "eigenen" Nachwuchs freuen?

Solche und ähnliche Schlußfolgerungen ließ das Paper durchaus zu. Inzwischen wurde der Artikel allerdings zurückgezogen. Aufgrund einer kleinen Schlamperei in der Einleitung, angeblich. Wie Joachim Müller-Jung herausgefunden hat, wurde per Copy&Paste die Einleitung eines Artikels aus dem Jahr 2007 irrtümlich an den Beginn des neuen Textes kopiert. Wie kann das passieren, fragt man sich. Oder gab es doch andere Mängel...?

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Autor: Marc Scheloske· 31.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

30. Juli 2009

Länger leben durch Diät?, Dem Bienengedächtnis auf der Spur, Was denkt das Gehirn, wenn wir nichts denken?

Kategorie: Kultur·Medizin

1. Alt werden in einem gesunden Körper

Eine Diät - oder zumindest eine Lebensweise mit reduzierter Kalorienzufuhr - macht uns vielleicht nicht unbedingt glücklich, aber sie hält uns jung. Bereits in den 30er Jahren des letzten jahrhunderts stellte man in Tierversuchen fest, daß Mäuse älter werden, wenn man ihnen die Futterrationen kürzt. Seitdem ist dieser Effekt in vielen Studien bestätigt. Inzwischen auch bei Primaten und in ersten Studien mit Menschen: wer die Kalorienzufuhr reduziert, der profitiert durch eine höhere Lebensqualität und weniger altersbedingte Erkrankungen.

Diese Studienergebnisse bestätigen etwa die Vermutungen, die Forscher aus der Beobachtung von speziellen Bevölkerungsgruppen ableiten. Die Bewohner der japanischen Insel Okinawa nahmen etwa in den 40er, 50er und 60er Jahren deutlich weniger fett- und zuckerreiche Lebensmittel zu sich, als andere Japaner. Heute ist Okinawa als die Insel der Hundertjährigen bekannt...

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Autor: Marc Scheloske· 30.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

29. Juli 2009

Regenerationstricks für Nervenzellen, Juckreizforschung, Bergluft macht gesund

Kategorie: Medizin

1. Zerstörte Neuronen wachsen doch

Seit Jahren wird intensiv daran geforscht, wie man geschädigte Nervenfasern in Gehirn oder Rückenmark wieder aktivieren und zum Zusammenwachsen veranlassen kann. Inzwischen weiß man recht gut, welche Faktoren eine Rolle spielen. Einerseits ist es die Narbenbildung, die verhindert, daß unterbrochene Nervenbahnen wieder zusammenfinden. Andererseits werden bei Verletzungen bestimmte Proteine und Enzyme freigesetzt, die ebenfalls die Regeneration behindern. Doch obwohl viele Mechanismen verstanden sind, gestaltet sich die Entwicklung von Therapien sehr, sehr schwierig.

Derzeit laufen verschiedene (klinische) Studien, die durchaus vielversprechende Ergebnisse liefern und irgendwann einmal die Chancen, daß sich Nervenzellen regenerieren, deutlich erhöhen könnten. Ein Hoffnungsschimmer...

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Autor: Marc Scheloske· 29.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

27. Juli 2009

Rätsel des "absoluten Gehörs", Krebsschutz durch Allergien?, Kater sind Linkshänder

Kategorie: Kultur·Medizin  ·  Kommentare: 3

1. Der Fluch des Kammertons

Das "absolute Gehör", also die Fähigkeit die Höhe eines Tons exakt einzuordnen (und gar benennen zu können), ist in den westlichen Ländern eine höchst seltene Begabung. Nur etwa 0,01% der Bevölkerung haben dieses Talent. In Asien dagegen ist das absolute Gehör viel weiter verbreitet. Das könnte natürlich auf einen erblichen Hintergrund hindeuten. Liegt das fabelhafte Tonhöhengedächtnis in den Genen?

Die Sprachforscherin Diana Deutsch vertritt eine andere These: sie glaubt, daß das absolute Gehör "erlernt" wird. Und zwar während des Sprachlernens von Mandarin oder anderen asiatischen Sprachen, bei denen die Bedeutung vieler Worte von der Tonlage abhängt. Unter den Musikstudenten, die eine asiatische Sprache beherrschen liegt der Anteil der "Absoluthörer" bei über 50%...

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Autor: Marc Scheloske· 27.07.09 · 09:57 Uhr· 3 Kommentare

24. Juli 2009

Genetik der Schizophrenie, Ungelöstes Kryptologie-Rätsel, Abhängigkeiten der HPV-Experten

Kategorie: Kultur·Medizin

1. Lauter kleine Geheimnisse rund um die Schizophrenie

Vor wenigen Wochen waren Berichte zu lesen, denen zufolge die genetische Ursache der Schizophrenie entschlüsselt sei. Soweit ist es freilich noch nicht. Allerdings hat ein internationales Forscherteam im Rahmen einer sogenannten genomweiten Assoziationsstudie tatsächlich interessante Ergebnisse gefunden, die aufzeigen, daß Schizophrenie (und andere psychische Erkrankungen) einen bestimmten genetischen Hintergrund haben. Im Vergleich zu gesunden Probanden fanden die Forscher etwa in einer bestimmten Region des Chromosoms 6 deutlich mehr Varianten eines bestimmten Gens.

Analysiert man mehrere solcher verräterischer Stellen in der Gesamtschau, so kann man Rückschlüsse darauf ziehen, welches Risiko die jeweilige Person trägt, an Schizophrenie zu erkranken. Eine zuverlässige Vorhersage ist aber keinesfalls möglich.

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Autor: Marc Scheloske· 24.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

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