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Täglich Wissenschaft entdecken: aktuelle Studien, neue Forschungsergebnisse, lesenswerte Storys. An dieser Stelle gibt es jeden Tag ausgewählte Linktipps aus der ScienceBlogs-Redaktion.

Neues in der Kategorie Kultur

12. August 2009

Brasilianische Zuckerrohr-Revolution, Unverwüstliches Speichenrad, Neue Erkenntnisse der Schlafforschung

Kategorie: Kultur·Umwelt

1. Zuckerrohr: Für Caipirinha viel zu schade

Die Zuckerrohr-Industrie Brasiliens hat sich in den letzten Jahren enorm verändert. Der Anteil des Zuckerrohrs, der letztlich in Zuckersäcken landet, wird immer kleiner. Der Ausstoß von hochkonzentriertem Ethanol aus Zuckerrohr dagegen immer größer. Und das nicht etwa, weil der Caipirinha-Konsum explodiert wäre.

In Brasilien ist inzwischen Bioethanol günstiger als Benzin. Und entsprechend sind fast alle neuzugelassenen PKWs mit einem Motor ausgerüstet, der mit beiden Kraftstoffen zurecht kommt. Und Zuckerrohr ist als Lieferant für Biosprit auch tatsächlich sinnvoll - er liefert das Achtfache an Energie, die in ihn zur Produktion gesteckt wird. Es gibt keine effektivere Kraftstoffpflanze. Allerdings gibt es auch Schattenseiten dieses Zuckerrohr-Booms...

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Autor: Marc Scheloske· 12.08.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

11. August 2009

Bio-Doping mit Rote-Beete-Saft, Cannabis lagert sich in Fettdepots ab, Gefühle sind Körpersache

Kategorie: Kultur·Medizin  ·  Kommentare: 3

1. Rote Beete steigert sportliche Ausdauer

Im Sport sind es gerade die Ausdauerdisziplinen, die - man erlebt es gerade im Fall der gestürzten Eisschnell-Läuferin Claudia Pechstein - äußerst anfällig für Doping sind. Zu verlockend scheint es, den Sauerstofftransport mit ein paar Mittelchen aus der Apotheke noch ein Stückchen effizienter zu gestalten - mit den bekannten Folgen.

Künftig könnte neben Epo und Co. auch Rote-Beete-Saft auf den Dopinglisten stehen. Eine kleine britische Studie lieferte deutliche Indizien, daß der Saft die Ausdauerleistung steigert. Möglicherweise ist die hohe Nitratkonzentration dafür verantwortlich. Denn die Nitrate werden im Körper in Nitrite umgewandelt und verbessern - so die Vermutung - die Sauerstoffverwertung in den Mitochondrien. Wer hätte gedacht, daß der Gemüsehändler schon bald ins Dopinggeschäft einsteigen kann...

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Autor: Marc Scheloske· 11.08.09 · 09:57 Uhr· 3 Kommentare

07. August 2009

Abgesang auf den Rohrschach-Test, Grenzen der Weltrekordjagd, Kletterkünstler mit Anti-Rutsch-System

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur

1. Rohrschachtest: Der Totenschädel einer Kuh

Sollten Ihnen ein Psychologe irgendwann einmal vollgekleckste Bilder vorlegen, dann erzählen Sie ihm in ihrem eigenen Interesse bitte, daß Sie in den Klecksen Schmetterlinge, tanzende Hummer oder fröhliche Menschen erkennen. Die Klecksbilder gehören nämlich zum psychodiagnostischen Rohrschachtest - in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts vom Schweizer Psychiater Hermann Rorschach entwickelt - und "falsche" Antworten können im Zweifel gravierende Folgen haben.

In Deutschland spielt der Test in den letzten Jahren kaum mehr eine Rolle. Die allermeisten Psychologen haben seine Beliebigkeit erkannt. In den USA allerdings kommt er bei der Beurteilung unterschiedlichster psychischer Krankheiten zum Einsatz. Egal ob es um Sexualstraftäter, Sorgerechtsfragen oder den gesamten Bereich der forensischen Psychologie geht: der Rohrschach-Test und die Klecksbilder stehen bei vielen US-Diagnostikern hoch im Kurs - dabei ist er nach modernen Standards - kaum mehr als Kaffeesatzleserei...

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Autor: Marc Scheloske· 07.08.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

05. August 2009

Forschungslabors in der Tiefsee, Perspektiven des Scientific Publishing, Ungeklärtes Seitenstechen

Kategorie: Kultur·Politik

1. Tiefer geht's nicht

Hierzulande wird derzeit viel über bemannte Missionen zum Mond oder gar zum Mars diskutiert; in Japan dagegen werden nun Pläne konkret, die Tiefsee wissenschaftlich, technisch und industriell zu erschließen. Bereits in zwei bis drei Jahren sollen vor der Küste Japans mehrere Labor-Container in mindestens 4.000 Metern Tiefe versenkt werden. Pharmaunternehmen wollen dort Mikroorganismen züchten, vor allem aber soll erforscht werden, welche Möglichkeiten zur Lösung der Energieprobleme im Pazifik liegen.

Einerseits geht es um die wissenschaftliche Klärung des Potentials der CO2-Lagerung in den Weltmeeren, andererseits um die Erschließung neuer Energiequellen: der Traum von Methanhydrat-Wassereis, das für Jahrzehnte Energie liefert, ist nicht ausgetträumt...

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Autor: Marc Scheloske· 05.08.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

04. August 2009

Modelle der Spieltheorie, Sinn und Unsinn der Phytophylie, Risiken von Tamiflu

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur

1. Spieltheorie: Einer wird nicht gewinnen

"Das ganze Leben ist ein Quiz", so sang vor bald zwanzig Jahren Hape Kerkeling. Und auch wenn es gottseidank im echten Leben meist etwas weniger schrill und überdreht zugeht, so sind spielerische Konstellationen doch ein zentrales Element des sozialen Lebens. Und wenn wir von von einem Spiel reden, dann reden wir auch von Entscheidungen und Strategien. Und diese können mehr oder weniger rational ausfallen. Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Spieltheorie: welche (sozialen) Situationen lassen sich anhand theoretischer Modelle beschreiben und welche Handlungsstrategien sind für die Akteure am erfolgreichsten?

Die Anwendungsbeispiele reichen von Situationen im Straßenverkehr bis zum optimalen Standort, den der Eisverkäufer am Strand einnehmen sollte...

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Autor: Marc Scheloske· 04.08.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

03. August 2009

Mißerfolge in Krebstherapie, Polit- und Wahlkampfrhetorik, Fliegende Rekordhalter

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Medizin  ·  Kommentare: 28

1. Krebsforschung: Schwieriges Aushungern

Es eine so einfache Idee und doch so schwer in der Umsetzung: wenn man die Blutzufuhr zu einem Tumor unterbinden oder wenigstens kontrollieren könnte, dann könnte man Krebsgeschwüre möglicherweise aushungern. Allerdings liegt die Sache in der Praxis natürlich deutlich komplizierter, als in der Theorie. Zwar hat man inzwischen viele der Mechanismen der Angiogenese (eben der Ausbildung neuer Blutgefäße) verstanden, doch in der Krebstherapie ist man damit bislang nicht erfolgreich.

Im Gegenteil: nun wurde festgestellt, daß die sogenannten Integrin-Inhibitoren, die für die Bildung von Kapillaren notwendig sind, höchst janusköpfige Eigenschaften haben. Wenn sie in hoher Konzentration vorliegen, dann läuft die Angiogenese auf Hochtouren; will man den Tumor "aushungern" und drosselt die Integrin-Konzentration dann reagiert der Tumor allerdings mit neuem Wachstum.

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Autor: Marc Scheloske· 03.08.09 · 09:57 Uhr· 28 Kommentare

31. Juli 2009

Irritationen über Kunstsperma, Männer mit Weitblick, Sportsensitive Frauen

Kategorie: Kultur·Medizin

1. Kunst am Mann: Vom Sexappeal der Stammzellen

Es waren durchaus "spritzige Schlagzeilen" - wie Joachim Müller-Jung kommentiert - die vor wenigen Wochen zu lesen waren. Anfang Juli war im Fachjournal "Stem Cells and Development" ein aufsehenerregender Artikel des Stammzellforschers Karim Nayernia erschienen. Der Inhalt ließ aufhorchen: Die Forscher gaben zu Protokoll, daß sie künstliches Sperma aus Stammzellen gezüchtet hatten. Sind also Männer künftig wirklich überflüssig? Können sich vielleicht bald auch unfruchtbare Männer auf "eigenen" Nachwuchs freuen?

Solche und ähnliche Schlußfolgerungen ließ das Paper durchaus zu. Inzwischen wurde der Artikel allerdings zurückgezogen. Aufgrund einer kleinen Schlamperei in der Einleitung, angeblich. Wie Joachim Müller-Jung herausgefunden hat, wurde per Copy&Paste die Einleitung eines Artikels aus dem Jahr 2007 irrtümlich an den Beginn des neuen Textes kopiert. Wie kann das passieren, fragt man sich. Oder gab es doch andere Mängel...?

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Autor: Marc Scheloske· 31.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

30. Juli 2009

Länger leben durch Diät?, Dem Bienengedächtnis auf der Spur, Was denkt das Gehirn, wenn wir nichts denken?

Kategorie: Kultur·Medizin

1. Alt werden in einem gesunden Körper

Eine Diät - oder zumindest eine Lebensweise mit reduzierter Kalorienzufuhr - macht uns vielleicht nicht unbedingt glücklich, aber sie hält uns jung. Bereits in den 30er Jahren des letzten jahrhunderts stellte man in Tierversuchen fest, daß Mäuse älter werden, wenn man ihnen die Futterrationen kürzt. Seitdem ist dieser Effekt in vielen Studien bestätigt. Inzwischen auch bei Primaten und in ersten Studien mit Menschen: wer die Kalorienzufuhr reduziert, der profitiert durch eine höhere Lebensqualität und weniger altersbedingte Erkrankungen.

Diese Studienergebnisse bestätigen etwa die Vermutungen, die Forscher aus der Beobachtung von speziellen Bevölkerungsgruppen ableiten. Die Bewohner der japanischen Insel Okinawa nahmen etwa in den 40er, 50er und 60er Jahren deutlich weniger fett- und zuckerreiche Lebensmittel zu sich, als andere Japaner. Heute ist Okinawa als die Insel der Hundertjährigen bekannt...

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Autor: Marc Scheloske· 30.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

27. Juli 2009

Rätsel des "absoluten Gehörs", Krebsschutz durch Allergien?, Kater sind Linkshänder

Kategorie: Kultur·Medizin  ·  Kommentare: 3

1. Der Fluch des Kammertons

Das "absolute Gehör", also die Fähigkeit die Höhe eines Tons exakt einzuordnen (und gar benennen zu können), ist in den westlichen Ländern eine höchst seltene Begabung. Nur etwa 0,01% der Bevölkerung haben dieses Talent. In Asien dagegen ist das absolute Gehör viel weiter verbreitet. Das könnte natürlich auf einen erblichen Hintergrund hindeuten. Liegt das fabelhafte Tonhöhengedächtnis in den Genen?

Die Sprachforscherin Diana Deutsch vertritt eine andere These: sie glaubt, daß das absolute Gehör "erlernt" wird. Und zwar während des Sprachlernens von Mandarin oder anderen asiatischen Sprachen, bei denen die Bedeutung vieler Worte von der Tonlage abhängt. Unter den Musikstudenten, die eine asiatische Sprache beherrschen liegt der Anteil der "Absoluthörer" bei über 50%...

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Autor: Marc Scheloske· 27.07.09 · 09:57 Uhr· 3 Kommentare

24. Juli 2009

Genetik der Schizophrenie, Ungelöstes Kryptologie-Rätsel, Abhängigkeiten der HPV-Experten

Kategorie: Kultur·Medizin

1. Lauter kleine Geheimnisse rund um die Schizophrenie

Vor wenigen Wochen waren Berichte zu lesen, denen zufolge die genetische Ursache der Schizophrenie entschlüsselt sei. Soweit ist es freilich noch nicht. Allerdings hat ein internationales Forscherteam im Rahmen einer sogenannten genomweiten Assoziationsstudie tatsächlich interessante Ergebnisse gefunden, die aufzeigen, daß Schizophrenie (und andere psychische Erkrankungen) einen bestimmten genetischen Hintergrund haben. Im Vergleich zu gesunden Probanden fanden die Forscher etwa in einer bestimmten Region des Chromosoms 6 deutlich mehr Varianten eines bestimmten Gens.

Analysiert man mehrere solcher verräterischer Stellen in der Gesamtschau, so kann man Rückschlüsse darauf ziehen, welches Risiko die jeweilige Person trägt, an Schizophrenie zu erkranken. Eine zuverlässige Vorhersage ist aber keinesfalls möglich.

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Autor: Marc Scheloske· 24.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

15. Juli 2009

Inventur der Weltmeere, Bioprodukte sind mehr als gesund, Empathische Nase

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 3

1. Ein Traum von einer Insel

Inseln - irgendwo weit draußen im Ozean - beflügelten schon immer die Phantasie. Und als man zu Hochzeiten der Erkundungs- und Abenteuerreisen des 15. und 16. Jahrhunderts immer weitere Fahrten unternahm, wurden immer neue sagenhafte Eilande aufgestöbert und in den Seekarten verzeichnet. Allerdings ging es dabei sehr häufig nicht mit rechten Dingen zu. Gar nicht selten wurden Inseln in den Karten eingetragen, die gar nicht existierten.

Kein großes Problem, sollte man meinen, denn eigentlich sollten solche Mogelpackungen doch von den folgenden Seefahrergenerationen entlarvt werden, oder? Weit gefehlt. Bis heute sind in offiziellen Karten so genannte Scheininseln verzeichnet. Eine systematische Inventur der Weltmeere steht immer noch aus - Experten schätzen, daß möglicherweise tausende Inseln fälschlicherweise in den Karten registriert sind. Und das hat durchaus Konsequenzen, wenn es etwa um den Anspruch auf Ölfelder auf dem Meeresboden geht.

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Autor: Marc Scheloske· 15.07.09 · 09:57 Uhr· 3 Kommentare

13. Juli 2009

Doping als medizinische Volkshochschule, Kontraproduktive Diabetiker-Lebensmittel, Der Aral-See verschwindet

Kategorie: Kultur

1. Im Hämoglobin steckt die Wahrheit

Man kann zur Dopingproblematik im Spitzensport stehen wie man will, die dopenden Radfahrer, Schwimmer und Läufer machen sich zumindest um die medizinische Bildung der Sportfans verdient. Denn den meisten Sportfreaks gehen so komplizierte Fachvokabeln wie Hämatokritwert, Retikulozyten oder Hämoglobin fehlerfrei über die Lippen. Wann gibt es also den Orden für Volksbildung für Jan Ullrich, Claudia Pechstein und Co.?

Tatsächlich ist die Frage, welche Blutparameter ein Dopingvergehen zweifelsfrei belegen, eine hochspannende Angelegenheit. Welche direkten und indirekten Nachweismethoden möglich sind, wie schwierig es ist, den absoluten Hämoglobinwert im Blut zu messen und vieles mehr erfährt man im Text von Iris Gutiérrez.

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Autor: Marc Scheloske· 13.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

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