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Täglich Wissenschaft entdecken: aktuelle Studien, neue Forschungsergebnisse, lesenswerte Storys. An dieser Stelle gibt es jeden Tag ausgewählte Linktipps aus der ScienceBlogs-Redaktion.

Archiv Juli 2009

31. Juli 2009

Irritationen über Kunstsperma, Männer mit Weitblick, Sportsensitive Frauen

Kategorie: Kultur·Medizin

1. Kunst am Mann: Vom Sexappeal der Stammzellen

Es waren durchaus "spritzige Schlagzeilen" - wie Joachim Müller-Jung kommentiert - die vor wenigen Wochen zu lesen waren. Anfang Juli war im Fachjournal "Stem Cells and Development" ein aufsehenerregender Artikel des Stammzellforschers Karim Nayernia erschienen. Der Inhalt ließ aufhorchen: Die Forscher gaben zu Protokoll, daß sie künstliches Sperma aus Stammzellen gezüchtet hatten. Sind also Männer künftig wirklich überflüssig? Können sich vielleicht bald auch unfruchtbare Männer auf "eigenen" Nachwuchs freuen?

Solche und ähnliche Schlußfolgerungen ließ das Paper durchaus zu. Inzwischen wurde der Artikel allerdings zurückgezogen. Aufgrund einer kleinen Schlamperei in der Einleitung, angeblich. Wie Joachim Müller-Jung herausgefunden hat, wurde per Copy&Paste die Einleitung eines Artikels aus dem Jahr 2007 irrtümlich an den Beginn des neuen Textes kopiert. Wie kann das passieren, fragt man sich. Oder gab es doch andere Mängel...?

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Autor: Marc Scheloske· 31.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

30. Juli 2009

Länger leben durch Diät?, Dem Bienengedächtnis auf der Spur, Was denkt das Gehirn, wenn wir nichts denken?

Kategorie: Kultur·Medizin

1. Alt werden in einem gesunden Körper

Eine Diät - oder zumindest eine Lebensweise mit reduzierter Kalorienzufuhr - macht uns vielleicht nicht unbedingt glücklich, aber sie hält uns jung. Bereits in den 30er Jahren des letzten jahrhunderts stellte man in Tierversuchen fest, daß Mäuse älter werden, wenn man ihnen die Futterrationen kürzt. Seitdem ist dieser Effekt in vielen Studien bestätigt. Inzwischen auch bei Primaten und in ersten Studien mit Menschen: wer die Kalorienzufuhr reduziert, der profitiert durch eine höhere Lebensqualität und weniger altersbedingte Erkrankungen.

Diese Studienergebnisse bestätigen etwa die Vermutungen, die Forscher aus der Beobachtung von speziellen Bevölkerungsgruppen ableiten. Die Bewohner der japanischen Insel Okinawa nahmen etwa in den 40er, 50er und 60er Jahren deutlich weniger fett- und zuckerreiche Lebensmittel zu sich, als andere Japaner. Heute ist Okinawa als die Insel der Hundertjährigen bekannt...

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Autor: Marc Scheloske· 30.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

29. Juli 2009

Regenerationstricks für Nervenzellen, Juckreizforschung, Bergluft macht gesund

Kategorie: Medizin

1. Zerstörte Neuronen wachsen doch

Seit Jahren wird intensiv daran geforscht, wie man geschädigte Nervenfasern in Gehirn oder Rückenmark wieder aktivieren und zum Zusammenwachsen veranlassen kann. Inzwischen weiß man recht gut, welche Faktoren eine Rolle spielen. Einerseits ist es die Narbenbildung, die verhindert, daß unterbrochene Nervenbahnen wieder zusammenfinden. Andererseits werden bei Verletzungen bestimmte Proteine und Enzyme freigesetzt, die ebenfalls die Regeneration behindern. Doch obwohl viele Mechanismen verstanden sind, gestaltet sich die Entwicklung von Therapien sehr, sehr schwierig.

Derzeit laufen verschiedene (klinische) Studien, die durchaus vielversprechende Ergebnisse liefern und irgendwann einmal die Chancen, daß sich Nervenzellen regenerieren, deutlich erhöhen könnten. Ein Hoffnungsschimmer...

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Autor: Marc Scheloske· 29.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

28. Juli 2009

Schweizer Gletschersterben, Epigenetische Spurensuche, Herausforderungen einer Marsmission

Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt

1. Kein Eis - kein Wasser

Die Schweizer Gletscher sterben. Seit dem Ende der kleinen Eiszeit vor 150 Jahren ziehen sich die Gletscher in der Schweiz immer weiter zurück. Der Rhonegletscher reichte im 19. Jahrhundert bis weit ins Tal hinunter, bis 2050 wird er (den Prognosen von Experten der ETH zufolge) nur noch eine winzige Eisfläche mit Gletschersee sein. Den meisten anderen der 1500 Schweizer Gletscher steht ein ähnliches Schicksal bevor.

Das Verschwinden der Gletscher ist allerdings nicht nur für den Tourismus ein Problem oder bedauerlich für Naturnostalgiker. Mit dem Abschmelzen sind handfeste Probleme verbunden: es wird vermehrt zu Erdrutschen und Überschwemmungen kommen; und: die Gletscher spielen eine zentrale Rolle im Wasserhaushalt der Schweiz. Und das Wasser steht in der Schweiz auch für die Elektrizität, die man aus den Wasserkraftwerken gewinnt...

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Autor: Marc Scheloske· 28.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

27. Juli 2009

Rätsel des "absoluten Gehörs", Krebsschutz durch Allergien?, Kater sind Linkshänder

Kategorie: Kultur·Medizin  ·  Kommentare: 3

1. Der Fluch des Kammertons

Das "absolute Gehör", also die Fähigkeit die Höhe eines Tons exakt einzuordnen (und gar benennen zu können), ist in den westlichen Ländern eine höchst seltene Begabung. Nur etwa 0,01% der Bevölkerung haben dieses Talent. In Asien dagegen ist das absolute Gehör viel weiter verbreitet. Das könnte natürlich auf einen erblichen Hintergrund hindeuten. Liegt das fabelhafte Tonhöhengedächtnis in den Genen?

Die Sprachforscherin Diana Deutsch vertritt eine andere These: sie glaubt, daß das absolute Gehör "erlernt" wird. Und zwar während des Sprachlernens von Mandarin oder anderen asiatischen Sprachen, bei denen die Bedeutung vieler Worte von der Tonlage abhängt. Unter den Musikstudenten, die eine asiatische Sprache beherrschen liegt der Anteil der "Absoluthörer" bei über 50%...

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Autor: Marc Scheloske· 27.07.09 · 09:57 Uhr· 3 Kommentare

24. Juli 2009

Genetik der Schizophrenie, Ungelöstes Kryptologie-Rätsel, Abhängigkeiten der HPV-Experten

Kategorie: Kultur·Medizin

1. Lauter kleine Geheimnisse rund um die Schizophrenie

Vor wenigen Wochen waren Berichte zu lesen, denen zufolge die genetische Ursache der Schizophrenie entschlüsselt sei. Soweit ist es freilich noch nicht. Allerdings hat ein internationales Forscherteam im Rahmen einer sogenannten genomweiten Assoziationsstudie tatsächlich interessante Ergebnisse gefunden, die aufzeigen, daß Schizophrenie (und andere psychische Erkrankungen) einen bestimmten genetischen Hintergrund haben. Im Vergleich zu gesunden Probanden fanden die Forscher etwa in einer bestimmten Region des Chromosoms 6 deutlich mehr Varianten eines bestimmten Gens.

Analysiert man mehrere solcher verräterischer Stellen in der Gesamtschau, so kann man Rückschlüsse darauf ziehen, welches Risiko die jeweilige Person trägt, an Schizophrenie zu erkranken. Eine zuverlässige Vorhersage ist aber keinesfalls möglich.

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Autor: Marc Scheloske· 24.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

23. Juli 2009

Erhöhtes Sterberisiko bei Kaiserschnitt, Tierische Langstreckenrekorde, Nachwuchs für "Lonesome George"?

Kategorie: Medizin·Umwelt

1. Höheres Sterberisiko für Babys bei geplantem Kaiserschnitt

Der Trend in der Geburtshilfe geht seit Jahren hin zum Kaiserschnitt. Gynäkologinnen selbst entbinden unterdurchschnittlich häufig auf normalem Weg und bei Prominenten und Celebrities steht die geplante, zeitgesteuerte "Geburt-to-go" seit Jahren hoch im Kurs. Fachleute zweifelten aber schon lange, ob diese Popularisierung des Kaiserschnitts sinnvoll ist. Eine großangelegte Studie von Schweizer Wissenschaftlern, die fast 60.000 Geburten innerhalb eines über zwanzigjährigen Zeitraums umfasste, bestätigt nun diese Zweifel: Kaiserschnittgeburten gehen mit einem erhöhten Sterberisiko einher.

Die nach Kaiserschnitten auftretenden Komplikationen würden systematisch unterschätzt und verharmlost, so schreiben die Forscher. Viel ändern wird - so steht zu vermuten - allerdings auch diese Studie nichts...

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Autor: Marc Scheloske· 23.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

22. Juli 2009

Perspektiven der Neuroökonomie, Quantencomputer 2.0, Genetische Disposition für Placebos

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften  ·  Kommentare: 4

1. Neuroökonomie: Dopamin könnte gemeinsame Währung sein

In den Wirtschaftswissenschaften galt lange Zeit das Modell des Homo oeconomicus als das Maß aller Dinge. Doch in den letzten Jahren ist auch in der klassischen Wirtschaftstheorie erkannt worden, daß Menschen nicht nur als Nutzenmaximierer funktionieren. Seitdem werden stärker Ansätze aus Psychologie und v.a. Neurowissenschaften berücksichtigt, wenn es darum geht, (wirtschaftliche) Entscheidungen und Verhaltensmuster zu verstehen.

Im Interview erklärt der Kognitionspsychologe Colin Camerer, wie in unserem Gehirn (quasi evolutionsgeschichtlich) verschiedene Module zusammenarbeiten. Einerseits die impulsiv-affektgesteuerten Bereiche (v.a. im Säugetier-Cortex), daneben die eher rational gesteuerten Bereiche (im menschlichen Neocortex). Eines der zentralen Momente sei freilich der Neurotransmitter Dopamin, der immer dann eine Rolle spielt, wenn wir "bewerten", was uns eine Sache tatsächlich "wert" ist, ob wir eine Kaufentscheidung treffen oder nicht, ob wir uns "belohnen" oder nicht. Ein lesenswertes Gespräch...

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Autor: Marc Scheloske· 22.07.09 · 09:57 Uhr· 4 Kommentare

21. Juli 2009

Bioreaktoren dank Gentechnik, Sex & Evolution, Eierwürfe auf Astronauten

Kategorie: Umwelt

1. Sprit aus Biomaschinen

Die Frage, wie wir unseren Energiebedarf in ökologisch verträglicher Weise decken, wird uns wohl noch die nächsten Jahrzehnte beschäftigen. Letzte Woche trat mit dem Desertec-Projekt die Solarthermie wieder in den Mittelpunkt der Diskussion. Ein ganz anderer Ansatz wird in biotechnologischen Labors in aller Welt verfolgt. Dort geht es allerdings auch nicht um Elektrizität, sondern um Kraftstoffe. Und zwar solche, die mit biotechnologisch veränderten Bakterien oder (Hefe)Pilzen hergestellt werden.

Und manche Forscher arbeiten nicht nur an der miniaturisierten, biologischen Produktion von Kraftstoffen, sondern träumen - wie Gentechnik-Pionier Craig Venter - gleich von komplett synthetisch hergestellten Bakterien, die Treibstoffe direkt aus CO2 herstellen können. Zukunftsmusik, aber vielleicht vernehmen wir bald schon ersten Klänge?

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Autor: Marc Scheloske· 21.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

20. Juli 2009

Neue Ansätze bei Hautkrebsbehandlung, Größe & Rekordjagd, Krise des Wissenschaftsjournalismus

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 3

1. Massgeschneiderte Behandlung

Der schwarze Hautkrebs ist - wenn man ihn nicht in einem frühen Stadium entdeckt - kaum mehr therapierbar. Während die Onkologie in den letzten 20 Jahren insgesamt durchaus Fortschritte gemacht hat und die Heilungschancen bei manchen Krebsarten erfreulicherweise deutlich gestiegen sind, tritt man im Kampf gegen den schwarzen Hautkrebs auf der Stelle.

Eines der Hauptprobleme ist immer noch, die geeignete bzw. effektivste Therapie für den einzelnen Patienten auszuwählen. Nun haben Forscher festgestellt, daß bestimmte Genmutationen einen Schlüssel zu neuen Behandlungsalternativen darstellen: Wenn Melanome eine bestimmte genetische Veränderung aufweisen, so sind möglicherweise Medikamente angezeigt, die üblicherweise bei der Leukämie eingesetzt werden. Ein kleiner Hoffnungsschimmer...

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Autor: Marc Scheloske· 20.07.09 · 09:57 Uhr· 3 Kommentare

17. Juli 2009

Mathematik des Fahrstuhls, Mangelhafte Sonnenbrillen, Wesenhafte Aufrichtigkeit

Kategorie: Technik  ·  Kommentare: 1

1. Bitte nehmen Sie Fahrstuhl B

Wenn wieder einmal davon die Rede ist, daß wir in unserem Alltag von intelligenten Technologien umgeben seien, so wird als Beispiel auf angeblich intelligente Sonnenbeschattungssysteme (die selten funktionieren!) oder irgendwelche technischen Spielereien bei Küchengeräten verwiesen. Ein wirkliches passendes Beispiel wären allerdings die modernen Aufzüge. Es ist mehr als höhere Mathematik, was an Informations- und Steuerungssystemen aktiv wird, wenn wir den Fahrstuhlknopf drücken.

Da geht es um Fahrwegoptimierungen und verschiedenste Strategien, die zwischen individueller und kollektiver Warte- und Fahrzeit blitzschnell umswitchen können. Mehr über eine Technik, die uns schneller ans Ziel bringt im SZ-Text (oder auch hier im Mathlog)...

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Autor: Marc Scheloske· 17.07.09 · 09:57 Uhr· 1 Kommentar

16. Juli 2009

Früherkennung von Schwangerschaftsvergiftungen, Sinnlose Bandscheiben-OPs, Durchschlagende Schiffs-Archäologie

Kategorie: Medizin

1. Schwangerschaftsvergiftung: Warnung vor dem Anfall

Die Präeklampsie betrifft etwa sechs von hundert schwangeren Frauen. Einer der Risikofaktoren für die Schwangerschaftsvergiftung, wie die Präeklampsie (griech.: "vor dem krampf") auf deutsch heißt, ist ein erhöhter Blutdruck. Allerdings gab es bislang keine Möglichkeit, die Krankheit vor ihrem Ausbruch zu erkennen. Auf Kopfschmerzen folgen im Ernstfall recht schnell Nierenprobleme und dann muß schnell eingegriffen werden, denn sonst droht der gefürchtete Krampfanfall, der Mutter und Kind gefährdet. Nun steht allerdings ein Labortest zur Verfügung, der bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel ermitteln soll, ob eine Schwangerschaftsvergiftung (und somit eine Frühgeburt= zu erwarten ist.

Eigentlich eine sinnvolle Sache. Allerdings stellt sich auch hier die Frage, welcher Nutzen mit einer solchen Früherkennung im Einzelfall tatsächlich verbunden ist. Wie "entspannt" ist eine< Schwangerschaft, wenn die werdene Mutter weiß, daß sie ein erhöhtes Risiko für die Präeklampsie trägt?

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Autor: Marc Scheloske· 16.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

15. Juli 2009

Inventur der Weltmeere, Bioprodukte sind mehr als gesund, Empathische Nase

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 3

1. Ein Traum von einer Insel

Inseln - irgendwo weit draußen im Ozean - beflügelten schon immer die Phantasie. Und als man zu Hochzeiten der Erkundungs- und Abenteuerreisen des 15. und 16. Jahrhunderts immer weitere Fahrten unternahm, wurden immer neue sagenhafte Eilande aufgestöbert und in den Seekarten verzeichnet. Allerdings ging es dabei sehr häufig nicht mit rechten Dingen zu. Gar nicht selten wurden Inseln in den Karten eingetragen, die gar nicht existierten.

Kein großes Problem, sollte man meinen, denn eigentlich sollten solche Mogelpackungen doch von den folgenden Seefahrergenerationen entlarvt werden, oder? Weit gefehlt. Bis heute sind in offiziellen Karten so genannte Scheininseln verzeichnet. Eine systematische Inventur der Weltmeere steht immer noch aus - Experten schätzen, daß möglicherweise tausende Inseln fälschlicherweise in den Karten registriert sind. Und das hat durchaus Konsequenzen, wenn es etwa um den Anspruch auf Ölfelder auf dem Meeresboden geht.

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Autor: Marc Scheloske· 15.07.09 · 09:57 Uhr· 3 Kommentare

14. Juli 2009

Ameisenhafte Verkehrssysteme, Massensterben bei Grünfinken, Katzenhafte Verführungskünste

Kategorie: Umwelt

1. Ameisen stehen nie im Stau

Wenn man an Südamerika und Straßenverkehr denkt, dann denkt man an Chaos und staubige Buckelpisten. Doch obwohl es möglicherweise auf unseren (menschlichen) Straßen tatsächlich geordneteter zugeht, können wir möglicherweise dennoch viel von lateinamerikanischen Verkehrssystemen lernen: wenn wir uns nämlich die phantastische Organisation der Ameisenstraßen ansehen, die in den Superkolonien der Ameisenspezies Linepithema humile gilt.

Die ursprünglich aus Argentinien stammenden (sozialen!) Ameisen vereinbaren höchste Verkehrsdichte und Massenmobilität und individuellen Nutzen. Es kommt schlicht darauf an, daß mehr Kommunikation erfolgt und weniger den jeweiligen Egoismen gehorcht wird. Verkehrsforscher arbeiten seit langem an Systemen, die uns schneller voranbringen sollen - mit einigen Anleihen bei den Ameisen...

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Autor: Marc Scheloske· 14.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

13. Juli 2009

Doping als medizinische Volkshochschule, Kontraproduktive Diabetiker-Lebensmittel, Der Aral-See verschwindet

Kategorie: Kultur

1. Im Hämoglobin steckt die Wahrheit

Man kann zur Dopingproblematik im Spitzensport stehen wie man will, die dopenden Radfahrer, Schwimmer und Läufer machen sich zumindest um die medizinische Bildung der Sportfans verdient. Denn den meisten Sportfreaks gehen so komplizierte Fachvokabeln wie Hämatokritwert, Retikulozyten oder Hämoglobin fehlerfrei über die Lippen. Wann gibt es also den Orden für Volksbildung für Jan Ullrich, Claudia Pechstein und Co.?

Tatsächlich ist die Frage, welche Blutparameter ein Dopingvergehen zweifelsfrei belegen, eine hochspannende Angelegenheit. Welche direkten und indirekten Nachweismethoden möglich sind, wie schwierig es ist, den absoluten Hämoglobinwert im Blut zu messen und vieles mehr erfährt man im Text von Iris Gutiérrez.

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Autor: Marc Scheloske· 13.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

10. Juli 2009

Zweifelhafter Hype um Omega-3-Fettsäuren, Hypnoseforschung, Rätsel um Schildkrötenpanzer gelöst

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 2

1. Zu viel Fisch macht nicht gesünder

Es kann einem schon der Appetit vergehen, wenn man die aktuellen Nachrichten aus der Lebensmittelbranche verfolgt. Daß nicht nur auf Billig-Pizzen sogenannter Analog-Käse zum Einsatz kommt, ist ja durchaus schon länger bekannt. Aber daß Schinken - wie die Lebensmittelkontrollbehörden nun mitteilen - teilweise weniger als 50% Fleischbestandteil hat, ist nun wirklich ernüchternd. Da ißt man doch lieber - zumal an einem Freitag - einen schönen Fisch. Da weiß man, was man hat und tut seiner Gesundheit zusätzlich etwas Gutes: Fisch enthält sehr viele der Omega-3-Fettsäuren, die neben vielen anderen positiven Eigenschaften auch die Blutfette senken sollen.

Ganz so eindeutig ist der Fall aber auch hier nicht: David Jenkins von der Uni Toronto hält die gängigen Empfehlungen zur Verzehr von Fischen und der gewünschten Dosis an Omega-3-Fettsäuren für überhaupt nicht gesichert. Es gab nämlich jüngst auch Studien, die negative Nachrichten für Fischfans bereithielten: möglicherweise könnten zuviel Omega-3-Fettsäuren sogar Arteriosklerose begünstigen....

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Autor: Marc Scheloske· 10.07.09 · 09:57 Uhr· 2 Kommentare

09. Juli 2009

Neue Runde im Streit um HPV-Impfung, Deutungen des Hundeblicks, Fortpflanzung und sozialer Status

Kategorie: Medizin

1. HPV-Impfung: Die Gegenoffensive

Es geht um viel Geld, Macht, Einfluß, um die Gesundheit und auch um die wissenschaftliche Integrität vieler Spitzenforscher. Kein Wunder, daß die Debatte um den Nutzen der HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs so hitzig geführt wird. Die Gefechtslage ist bis heute unübersichtlich: die Impfstoffhersteller (die natürlich ein originäres Eigeninteresse haben), viele Fachleute (darunter Nobelpreisträger Harald zur Hausen) und manche Journalisten sehen in der Impfung eine geeignete Möglichkeit, um effektiv die Rate der Gabärmutterhalstumoren zu senken.

Die Skeptiker, darunter ebenso viele renommierte Impfexperten und viele Journalisten, sind von den vorliegenden Studien bislang nicht überzeugt. Schließlich wirken die Impfstoffe nur gegen bestimmte Papillomviren-Typen. Und für wieviele Krebsfälle die wirklich verantwortlich sind? Und überhaupt: Was ist mit dem fehlenden Wissen zur Langzeitwirkung? Nun gibt es aber eine neue Studie - sie liefert Argumente für die Befürworter der Impfung, so deutet es jedenfalls Joachim Müller-Jung von der FAZ...

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Autor: Marc Scheloske· 09.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

08. Juli 2009

Beinahe-Apokalypse durch Vulkanausbruch, Trockene Tropfen, Seepferdchen-Sex

Kategorie: Umwelt

1. Die größte Krise der frühen Menschheit

Es ist kaum zwanzig Jahre her, als Biochemiker durch Erbgutanalysen feststellten, daß alle Menschen von wenigen gemeinsamen Vorfahren abstammen, die vor etwa 70.000 Jahren lebten. Eine Erklärung liefert die These eines gigantischen Vulkanausbruchs, der riesige Mengen Asche und Schwefel in die Atmosphäre gepustet und dadurch zu einer rapiden Abkühlung und Verdunklung geführt habe. Der indonesische Toba, so die Forscher, sei der Vulkan, der damals explodierte und zu einem Massensterben führte, das nur wenige tausend Menschen überlebten.

Diese These ist in den letzten Jahren viel diskutiert worden, ist aber unter Fachleuten umstritten. Nun haben Klimatologen um Alan Robock von der Rutgers Universität mit einer Computersimulation neue Argumente für die Toba-Theorie geliefert...

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Autor: Marc Scheloske· 08.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

07. Juli 2009

Illusion "sanfte" Naturheilkunde, Afrikanisches Agrarwunder?, Zufälle der Wissenschaft

Kategorie: Medizin

1. Johanniskraut hat seine Unschuld verloren

Es ist ein fast unzerstörbarer Mythos: die Naturheilkunde gilt als "sanfte" Behandlungsmethode, die im Gegensatz zu chemisch hergestellten Präparaten ohne Nebenwirkungen auskomme. Die Naivität einer solchen Vorstellung ist zwar offensichtlich, ändert aber nichts an der Popularität von naturheilkundlichen Medikamenten. Ein Beispiel ist der Erfolg von Johanniskraut. Zwar stimmt es, daß Johanniskraut-Extrakte durchaus effektiv sind (bei nervöser Unruhe oder psychovegetativen Störungen), aber als Arzneimittel haben sie eben auch Nebenwirkungen.

Seitdem hochdosierte Johanniskrautpräparate auch offiziell zur Behandlung von mittelschweren Depressionen zugelassen sind, häufen sich die Meldungen über unerwünschte Begleiterscheinungen. Das reicht von Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bis zu erhöhter Suizidneigung. So groß ist der Unterschied zwischen Johanniskrautextrakt-haltigen Arzneimitteln und den vermeintlich bösen chemisch-definierten Antidepressiva also gar nicht...

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Autor: Marc Scheloske· 07.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

06. Juli 2009

Funkende Falter, Risikoreiche Anti-Babypille, Forschung an Hirn-Computer-Schnittstellen

Kategorie: Medizin·Umwelt  ·  Kommentare: 2

1. Funksignale vom Falter

Die Monarchfalter - das ist bekannt - ziehen jedes Frühjahr von Mexiko nach Norden, wo sie Monate später die großen Seen Kanadas erreichen. Die dort schlüpfenden Tiere ziehen dann wieder zurück nach Mexiko. Dieser unter Biologen berühmte Zug kann nun bald detailliert verfolgt werden: dank miniaturisierten Peilsendern, die nur noch 0,2 Gramm schwer sind.

Die immer ausgereiftere Technik erlaubt neue Studien zur Wanderungsbewegungen von Tierarten. Aber die Anwendungen gehen weit darüber hinaus: es ist bspw. bekannt, daß bestimmte Vögel und andere Tierarten sehr früh mit speziellen bewegungsmustern auf herannahende Hurrikane oder auch Erdbeben reagieren. Dank der Peilsender könnte man solche Tiere als Frühwarner nutzen...

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Autor: Marc Scheloske· 06.07.09 · 09:57 Uhr· 2 Kommentare

01. Juli 2009

Risiko Nanotechnologie, Medikamentenrisiken bei Kindern, Kartierung des Geschmacks

Kategorie: Technik

1. Nanotechnologie: Warten auf den Störfall

Bei der Lindauer Tagung der Nobelpreisträger wird am Rande auch immer wieder darüber debattiert und gelacht, daß "die" Chemie in vielen Bevölkerungskreisen immer noch beargwöhnt wird. Alles, was vordergründig mit Chemie zu tun hat, kommt vielen chemisch komisch vor. Ganz ähnlich gelagert ist die Sache bei der Gentechnologie: allein beim Schlagwort "Gen" zucken viele Verbraucher zusammen. Einerseits mangelnde Sachkenntnis, andererseits übertriebene Kampagnen von Greenpeace und Co. sind dafür verantwortlich.

Ganz anders sieht es da bei der Nanotechnologie aus. Nano ist chic und sexy. Dabei sollte man mit nanoskaligen Produkten und Innovationen keineswegs so sorglos sein...

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Autor: Marc Scheloske· 01.07.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

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