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Täglich Wissenschaft entdecken: aktuelle Studien, neue Forschungsergebnisse, lesenswerte Storys. An dieser Stelle gibt es jeden Tag ausgewählte Linktipps aus der ScienceBlogs-Redaktion.

Archiv Juni 2009

26. Juni 2009

Zukunftstrend "Energy Harvesting"?, Entstehung der Musik, Vorurteile über Wissenschaft

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Umwelt

1. Energie liegt auf der Straße

Energie liegt häufig buchstäblich auf der Straße: wenn über belebte Verkehrskreuzungen tausende Autos fahren etwa oder die Fußgänger über den Asphalt rennen. Die Vibrationen, die dabei entstehen, lassen sich durch intelligente Technik zur Stromerzeugung nutzen. Es gibt etwa eine Disco, die den Strom für ihre Lichtanlage dadurch gewinnt, daß im Tanzboden bestimmte Platten eingelassen sind, die die Bewegungsenergie in Strom umwandelt. Experten nennen diese Technik "Energy Harvesting".

Noch ist die Technik nicht ausgereift genug, um eine stattliche Ernte einzufahren. Aber durch Unterschiede in der Umgebeungstemperatur, Luftströmung oder eben Bodenvibrationen lassen sich künftig vielleicht tatsächlich viele kleine Energiequellen schaffen...

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Autor: Marc Scheloske· 26.06.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

25. Juni 2009

Rätsel der Schlafforschung, Das rechte Ohr hört besser, Merkel-Zellen für Feingefühl

Kategorie: Medizin

1. Schlafforschung: Jedem sein zweites Leben

Er ist ein ewiges Rätsel: Der Schlaf. Wieso schlafen wir überhaupt, welche Mechanismen spielen sich genau ab und welchen Sinn haben Träume? Auch das letzte Jahrhundert der Schlafforschung hat nicht alle Fragen restlos beantwortet können. Im Gegenteil: viele lange gepflegte Thesen musste wieder revidiert werden. Fest steht nur: ohne geht es nicht.

Über Experimente mit Schlafentzug (der eine Folter ist), über Schlafgewohnheiten und die Auswirkungen auf die Gesundheit und viele weitere Aspekte informiert Jörg Albrecht...

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Autor: Marc Scheloske· 25.06.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

24. Juni 2009

Sinnlose Lernhilfen für Kleinkinder, Rückkehr des Schwarzrost-Erregers, Die "Dahrendorf"

Kategorie: Kultur·Umwelt

1. Babys beim Bungee-Springen

Es kann gar nicht schnell genug gehen. Nur keine Zeit verlieren, so lautet inzwischen die Devise, wenn es um Kindererziehung geht. Da gehört der Fremdsprachenunterricht im Kindergarten dazu und demnächst werden wohl Kurse für spätere Führungskräfte in der Grundschule angeboten. Ganz klar, daß auch im Säuglingsalter Eile geboten ist. Wieso also nicht mit technischen Geräten bestimmte Lern- und Entwicklungsschritte schneller herbeiführen?

So lautet die unausgesprochene Logik hinter vielen so genannten "Lernhilfen" für Babys. Doch Apparaturen, die etwa ein früheres Gehen ermöglichen sollen, sind nicht nur sinnlos, sondern schlicht gesundheitsgefährdend. Wie selig waren doch die Zeiten, als Babys ungestört auf dem Boden umherkrabbeln durften, bis ihnen das zu blöd war...

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Autor: Marc Scheloske· 24.06.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

23. Juni 2009

Wissenschaft der Gerüche, Neue Studien zum Anstieg des Meeresspiegels, Verführung durch Prothesen

Kategorie: Medizin·Umwelt

1. Herr der Düfte

Die Wissenschaft der Düfte und Gerüche bietet noch viele ungelöste Fragen. Bekannt ist, daß die Riechzellen der Schleimhäute etwa 350 Duftrezeptoren besitzen. Diese sind auf spezielle Düfte spezialisiert. Da gibt es Rezeptoren für Veilchenduft oder diejenigen für Helional, das nach frischer Meeresbrise riecht. Aber das ist längst nicht alles.

Die Duftforschung konnte auch zeigen, daß sich Spermien ebenfalls anhand von Gerüchen orientieren. Und jüngst hat der Duftforscher Hans Hatt im Labor nachgewiesen, daß Prostata-Krebs-Zellen ihr Wachstum einstellen, wenn sie im Reagenzglas mit dem schweren, süsslichen Duft von Veilchen konfrontiert werden. Düfte sind offenbar weit vielschichtiger, als es sich Patrick Süßkind vorstellen konnte...

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Autor: Marc Scheloske· 23.06.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

22. Juni 2009

Neue Hypothese zum Sauriersterben, Gewitter auf dem Mars, Platonische Affenliebe

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 1

1. Haben Salzseen einst das Leben dezimiert?

Eine der spannendsten und bislang nicht eindeutig beantworteten Fragen betrifft das Aussterben der Dinosaurier vor rund 65 Millionen Jahren. Immer wieder kursieren neue Hypothesen. Die meisten Wissenschaftler gehen davon aus, daß ein Asteroideneinschlag für das Ende der Saurier verantwortlich ist. Kürzlich wurde aber auch wieder die Theorie eines gigantischen Vulkanausbruchs diskutiert.

Eine neue Erklärung bringt nun ein internationales Forscherteam ins Spiel: aus riesigen Salzseen seien - so ihre Hypothese - große Mengen an halogenisierten Kohlenwasserstoffen in die Atmosphäre entwichen. Diese hätten zum Absterben eines Großteils der Pflanzen geführt und somit den Sauriern die Lebensgrundlage entzogen....

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Autor: Marc Scheloske· 22.06.09 · 09:57 Uhr· 1 Kommentar

19. Juni 2009

Homosexualität als Evolutionsvorteil, Giftiger Haschischrauch, Rätsel der Ahornsamen

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften

1. Schwule Tiere und die Evolution

Homosexualität ist - gerade in der Tierwelt - keine Seltenheit. Die Beispiele reichen vom schwulen Schwanenpärchen, über Fische, die gleichgeschlechtliche Partner anlocken bis zu lesbischen Brutpaaren bei den Albatrossen. Homosexualität hat - so die jüngste These zweier US-Biologen - auch tatsächlich ihren evolutionären Sinn.

Denn mit der Variation in der sexuellen Orientierung und dem sozialen Paarungsverhalten gehen immer wieder bestimmte Vorteile einher: die lesbischen Albatrosspaare sind etwa bei der Aufzucht ihres Nachwuchses erfolgreicher, als "alleinerziehende" Albatrossmütter. Aber es gibt noch weitere Erklärungsansätze...

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Autor: Marc Scheloske· 19.06.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

18. Juni 2009

Zwiespältige Erfolge der Geburtsmedizin, Risiken der Nanotechnologie, Bildungskrisen

Kategorie: Medizin·Politik

1. Früh geboren, spät Probleme

Der medizinische und technische Fortschritt in Geburtshilfe und auf den Säuglingsstationen war in den letzten Jahrzehnten enorm. Inzwischen können auch die allermeisten frühgeborenen Babys (mit Geburtsgewicht unter 1000 Gramm) am Leben erhalten worden. Vor 20 Jahren sah die Quote hier noch ganz anders aus.

Doch die Erfolge auf der einen Seite, fordern ihren Preis auf einer anderen. Eine große britische Studie zeigt, daß Frühchen in viel höherem Maße als üblich von Krankheiten und anderen Handicaps betroffen sind.

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Autor: Marc Scheloske· 18.06.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

17. Juni 2009

Stagnierende Körpergrößen, Interaktions- und Kommunikationsforschung, Zweifel an "Depressions-Gen"

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur  ·  Kommentare: 1

1. Körpergrößen im Vergleich

Wenn von den "Grenzen des Wachstums" die Rede ist, dann denke ich ehrlicherweise an Dennis Meadows und den Bericht des Club of Rome von 1972, ohne den die frühe Ökologiebewegung nicht denkbar gewesen wäre. Heute kommt einem vermutlich eher die Krise des Finanz- und Kapitalsystems in den Sinn, das zur aktuellen Wirtschaftskrise eskaliert ist. Es gibt aber auch noch ganz andere Grenzen des Wachstums. Wenn es um den Zuwachs der Körpergröße geht etwa.

In den letzten 150 Jahren nahm die Durchschnittsgröße der Mitteleuropäer um fast 20 Zentimeter zu. Doch nun scheint sich der Zuwachs zu verlangsamen oder ganz zu stagnieren. Größer als die Niederländer - jedenfalls was die Körpergröße angeht - wird man wohl in absehbarer Zeit nicht werden...

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Autor: Marc Scheloske· 17.06.09 · 09:57 Uhr· 1 Kommentar

16. Juni 2009

10 Jahre Bologna-Reform, Nikotinkaugummis, Gletscherwachstum gegen den Trend

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Politik  ·  Kommentare: 5

1. 10 Jahre Bologna: Traumzeit (Vom akademischen Leben)

Im Juni 1999 fiel der Startschuß zur Bologna-Reform, die einen einheitlichen europäischen Hochschulraum, einheitliche Studienabschlüsse und die Förderung von Mobilität der Studierenden zum Ziel hatte. Viele Veränderungen wurden seitdem auf den Weg gebracht, manche Reformbaustelle ist immer noch unvollendet. Die Kollegen bei den Scilogs sammeln diese Woche verschiedene Beiträge, die den aktuellen Zustand des Hochschulsystems beleuchten sollen.

Darunter das so persönliche, wie fulminante Essay des Frankfurter Anatomiedozenten Helmut Wicht, der uns seinen Traum jener Universität skizziert, wie sie leider nur in kleinen Nischen möglich ist. Die Freiheit der Forschung, Eigensinnigkeit jenseits des ökonomischen Bildungsimperativs - das sind die Ideale, die uns Helmut Wicht vorstellt. Und damit schmerzhaft vor Augen führt, wie weit entfernt der Pfad von Bologna von dieser Universität der Träume verläuft.

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Autor: Marc Scheloske· 16.06.09 · 09:57 Uhr· 5 Kommentare

15. Juni 2009

Tropische Unterwasserwälder, Streit um Europäische Spallations-Neutronenquelle, Taufe des 112. Elements

Kategorie: Umwelt  ·  Kommentare: 2

1. Ressourcen: Wald unter

Ein Taucheranzug gehört eher nicht zum klassischen Arbeitszubehör eines Holzfällers. Aber möglicherweise müssen wir unsere Vorstellung revidieren, was die Holzgewinnung angeht. Denn wertvolle Tropenhölzer werden in Zukunft möglicherweise von Tauchern mit hydraulischen Kettensägen "geerntet".

In Stauseen und Kanälen - wie etwa dem Panama-Kanal - stehen viele Millionen Kubikmeter Tropenholz unter der Wasseroberfläche. Importeure der begehrten Edelhölzer wittern hier ein gigantisches Geschäft. Zumal die Sache auch ökologisch sinnvoll sein könnte: denn möglicherweise kann die Rodung von Regenwäldern damit ein wenig eingedämmt werden...

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Autor: Marc Scheloske· 15.06.09 · 09:57 Uhr· 2 Kommentare

12. Juni 2009

Zweifel an der Dino-Vogel-Theorie, Blasmusik gegen Schnarchen, Fossilientaufe

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 1

1. Vögel doch nicht Nachfahren der Dinos?

Wenn die Beobachtungen und Schlußfolgerungen von Zoologieprofessor John Ruben von der Oregon State University zutreffen, dann sind einige Kernthesen der Paläontologie in Frage gestellt. Denn bei der gängigen Lehre der Entwicklung der Arten geht man bis heute davon aus, daß die Vögel die Nachfahren kleiner, zweibeiniger Dinosaurier seien. Für Ruben ist das nicht plausibel.

Denn Vögel zeichnen sich v.a. dadurch aus, daß sie etwa 20x mehr Sauerstoff benötigen, als etwa Reptilien. Die festsitzenden Schenkelknochen und die Muskeln von Vögeln tragen wesentlich dazu bei, daß die Vögel ausreichend Lungenkapazität haben. Bei den Dinosaurieren findet man aber eben gerade keine festsitzenden Schenkelknochen. Für John Ruben ein Indiz, um an der gängigen Dino-Vogel-Theorie zu zweifeln...

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Autor: Marc Scheloske· 12.06.09 · 09:57 Uhr· 1 Kommentar

10. Juni 2009

Bienen als Umweltdetektive, Cognitive Enhancement, Schlau im Schlaf

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 1

1. Schwänzeltanzend zum Umweltschutz

Umweltschadstoffe können mit herkömmlichen Methoden nur sehr schwer flächendeckend überprüft werden. Einzelne Meßstationen liefern nur ein lückenhaftes Abbild, welche Pestizide, Insektizide oder andere Gifte tatsächlich in einem Gebiet vorhanden sind. Die Lösung für ein Schadstoff-Monitoring der Zukunft liefern möglicherweise Bienenschwärme.

Forscher aus Würzburg wollen den Bienen kleine Mikrochips auf den Rücken kleben; am Eingang zum Bienenstock streifen die Bienen kleine Teile der Pollen ab, diese werden automatisiert analysiert und falls verdächtige Stoffe gefunden werden, kann die Biene identifiziert und der Sammelort rekonstruiert werden. Auf diese Weise ist auch das Auffinden von gentechnologisch veränderten Pflanzen oder radioaktiven Spuren denkbar. Eine spannende Idee, solche bienenfleißigen Umweltdetektive einzusetzen...

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Autor: Marc Scheloske· 10.06.09 · 09:57 Uhr· 1 Kommentar

09. Juni 2009

Perspektivwechsel der Krebsmedizin, Lückenhafte Beipackzettel, Ärger um "Bio-Viagra"

Kategorie: Medizin

1. Krebsmedizin: Kontrollieren statt besiegen

Seit Jahrzehnten wird der Kampf gegen den Krebs mit allen erdenklichen Mitteln geführt, doch die Erfolge der Krebsmedizin sind bescheiden. Immer wieder richten sich neue Hoffnungen auf bestimmte Medikamente und werden schließlich doch enttäuscht. Und trotz raffinierter Therapien stagniert - von einigen Ausnahmen - die Erfolgsrate bei den meisten Krebsarten.

Nun fordern einige Krebsmediziner ein grundsätzliches Umdenken in der Vorgehensweise. Denn bislang richtet sich alle Energie auf eine vollständige Eliminierung aller Krebszellen. Gelingt dies trotz OP und Chemotherapie nicht und der Krebs kehrt zurück, so sind die (chemotherapeutischen) Waffen meist stumpf geworden. Genau das ist - so die These der Forscher - vielleicht das Grundproblem. Hat eine "adaptive" Krebstherapie, die den Tumor nicht besiegen, sondern nur eindämmen will, vielleicht mehr Chancen auf Erfolg?

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Autor: Marc Scheloske· 09.06.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

08. Juni 2009

Infektionsquelle Kuhmilch, Schattenseiten der ökologischen Schädlingsbekämpfung, Gleissystem als Seismograph

Kategorie: Umwelt

1. Kann Kuhmilch krank machen?

Milch gilt als natürliches, wertvolles und gesundes Lebensmittel. Man könnte ganze Studien dazu anstellen, welchen Beitrag hierzu die bekannten Sprüche á la "Milch macht müde Männer munter" geleistet haben. Fest steht: Milch gilt als gesund. Die aktuelle Warnung des Bundesinstituts für Risikobewertung passt da nicht ins Bild. Das BfR warnt vor dem Verzehr von Rohmilch direkt ab Hof, v.a. wenn Schulklassen einen Milchvieh-Betrieb besuchen.

Tatsächlich ist frische Vollmilch immer wieder Ursache von Erkrankungen. Meist sind Campylobacter- und EHEC-Bakterien dafür verantwortlich. Durch die Pasteurisierung können diese Bakterien abgetötet werden. Aber es gibt noch weitere Infektionsquellen...

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Autor: Marc Scheloske· 08.06.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

05. Juni 2009

Genital-OPs im Trend, Der Sinn des Alterns, Schlechte Laune trübt den Blick

Kategorie: Kultur·Medizin

1. Schönheitschirurgie: Riskante Manipulationen

Schönheitsoperationen liegen im Trend. Und dabei geht es keineswegs nur um sinnlichere Lippen, süßere Nasen oder straffere Brüste. Auch im Genitalbereich boomt der Markt der kosmetischen Chirurgie. Denn auch für Schamlippen gibt es ein Schönheitsideal - und dem Vernehmen nach wird inzwischen sogar in Frauenzeitschriften für Operationen geworben, die der Kundin eine "Designer-Vagina" bringen sollen oder durch die Unterspritzung des vermeintlichen G-Punkts mit Kollagen zur Luststeigerung beitragen sollen. Über Risiken solcher Verfahren redet freilich kaum jemand.

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Autor: Marc Scheloske· 05.06.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

04. Juni 2009

Ausweg aus dem Stammzelldilemma, Hominoiden-Fund in Spanien, Blue-Brain-Projekt

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 1

1. Stammzellforschung: Operation Unsterblichkeit

Es kommt nicht häufig vor, daß ein wissenschaftliches Thema jahrelang die Debatten des Feuilletons und an den Stammtischen bestimmt. Die Fragen, ob Mediziner an embryonalen Stammzellen forschen dürfen, wie geeignete Stammzell-Linien gewonnen werden können, ohne juristisches Glatteis zu betreten, ob diesen Zellhaufen bereits Menschenwürde zukommt und wie eine solche Stammzellforschung am Ende unser Selbstverständnis als Gattungswesen "Mensch" revolutioniert, schienen die Nation zu spalten: in Befürworter und Gegner solcher Forschung.

Inzwischen haben die Forscher in ihren Labors fleißig weitergearbeitet. Und spätestens mit dem Erfolg des Japaners Shinya Yamanaka, der 2006 einen Weg zeigte, wie normale (Maus)Zellen in ein quasi-embryonales Stadium zurückverwandelt werden können, hat sich der alte Streit fast erübrigt. Die iPS (induzierten embryonalen Stammzellen) haben die festgefahrenen Stammzelldebatte eigentlich obsolet gemacht. Fast ein Wunder. Medizinisch und ethisch.

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Autor: Marc Scheloske· 04.06.09 · 09:57 Uhr· 1 Kommentar

03. Juni 2009

Vogelpsychologie, Pflanzenkommunikation, Pinguinforschung aus dem Weltraum

Kategorie: Naturwissenschaften

1. Primaten der Lüfte

Bis vor wenigen Jahren war es vollkommen klar, daß man intelligente Leistungen (jedenfalls nach menschlichen Maßstäben) in der Tierwelt am ehesten bei Primaten finden würde. Generationen von Affenforschern haben Schimpansen, Orang Utans und andere Menschenaffen studiert und deren Lern- und Problemlösefähigkeit analysiert. In den letzten Jahren mehren sich die Indizien, daß man möglicherweise schlicht bei der falschen Tierart gesucht hatte.

Vögel zeigen - wie immer mehr Studien belegen - bemerkenswerte Leistungen, die man sicher als Intelligenz etikettieren muß. Vor allem Raben, Krähen und Elstern tun sich hier hervor. Professor Onur Güntürkün von der Ruhr-Uni in Bochum hat letztes Jahr festgestellt, daß Elstern eine Art "Selbstbewußtsein" haben. Ein Laborbesuch bei dem Vogelforscher...

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Autor: Marc Scheloske· 03.06.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

02. Juni 2009

Wettlauf mit dem Virus, Vogelforschung mit GPS, Stechmücken auf Galápagos

Kategorie: Medizin·Umwelt  ·  Kommentare: 2

1. Das Lujo-Virus: Wie man Pandemien im Keim erstickt

Egal ob man den Erreger der jüngsten Grippe-Infektionen nun als Schweinegrippe-, Amerikagrippe- oder A/H1N1-Erreger bezeichnen will: die Aufregung nach Bekanntwerden der Todesfälle in Mexiko erklärt sich schlicht durch den Umstand, daß die Seuchenexperten den Ausbruch eines neuen Virus ganz genau beobachten müssen und erst einige Tage oder Wochen verstreichen, bevor feststeht, wie gefährlich der jeweilige Virus ist.

Im Fall der Schweinegrippe deutet sich ja an, daß man vorsichtig Entwarnung geben darf. Eine Pandemie steht der Welt in diesem Fall wohl nicht bevor. Dennoch ist weiter Vorsicht angesagt - entscheidend für Gegenmaßnahmen ist dabei immer die schnelle Identifikation des Infektionserregers. Glücklicherweise hat hier die Forschung in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Dank der Pyrosequenzierung kann man Viren ziemlich schnell erkennen und zuordnen. Und das ist lebensrettend, nicht nur im Fall von Viren, die zu den gefürchteten hämorrhagischen Fiebern führen...

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Autor: Marc Scheloske· 02.06.09 · 09:57 Uhr· 2 Kommentare

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