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Täglich Wissenschaft entdecken: aktuelle Studien, neue Forschungsergebnisse, lesenswerte Storys. An dieser Stelle gibt es jeden Tag ausgewählte Linktipps aus der ScienceBlogs-Redaktion.

Archiv Mai 2009

29. Mai 2009

Meteorologie und Erdbebenforschung, Kritik an Japans Gesundheitssystem, Überlebensvorteil für Berlusconi?

Kategorie: Naturwissenschaften·Politik

1. Brandungsstärke belegt Zunahme von Stürmen

Viele Aufzeichnungen der Meteorologen belegen für das letzte Jahrhundert eine Zunahme von schweren Sturmereignissen. Nun finden diese Daten durch eine neuentdeckte Quelle weitere Bestätigung: der US-Erdbebenforscher Peter D. Bromirski hat festgestellt, daß sich aus den Aufzeichnungen von Seismometern ebenso Rückschlüsse auf Stürme ziehen lassen.

Eigentlich sollen die Seismogramme ja lediglich seismische Signale aufzeichnen, also der Erdbebenmessung dienen. Die Meßgeräte erfassen dabei aber immer - vor allem in Küstennähe - ein Umweltrauschen. Das kommt v.a. durch die Meeresbrandung zustande. Und diese, klar, hängt mit den Wellen und somit der Windstärke zusammen. Nun stehen den Forschern jedenfalls jede Menge neuer Daten zum Abgleich zur Verfügung...

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Autor: Marc Scheloske· 29.05.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

28. Mai 2009

Transgene Affen, Weiße Städte für den Klimaschutz, Ratten mit Heimatgefühl

Kategorie: Medizin·Umwelt  ·  Kommentare: 8

1. Gentechnik: Grüne Affen

Es ist ein Meilenstein für die biomedizinische Forschung an Primaten: japanischen Forschern gelang erstmals die Züchtung transgener Affen, die das eingefügte Gen ihren Nachkommen weitervererbten. Erika Sasaki und ihre Kollegen haben Weißbüscheläffchen erfolgreich ein Gen eingeschleust, das zur Bildung fluoreszierender Proteine führt, so daß die kleinen Äffchen schließlich unter UV-Licht grün leuchten.

Wobei es freilich nicht auf das geheimnisvolle Leuchten ankommt; schließlich gibt es auch schon rote Klonhunde. Der maßgebliche Fortschritt liegt in der erfolgreichen Vererbung der eingeschleusten Erbinformation an die nächste Generation. Bei Mäusen war das auch schon gelungen, allerdings taugen die Nager nicht immer als Modellorganismen. Wenn es um die Erforschung von neuronalen Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson geht, so eignen sich Primaten - wie etwa die süßen Weißbüscheläffchen - deutlich besser. Freilich wirft eine gezielte Züchtung solcher "erbkranker" Affen ethische Fragen auf...

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Autor: Marc Scheloske· 28.05.09 · 09:57 Uhr· 8 Kommentare

27. Mai 2009

Klimaerwärmung und die Globalisierung von Krankheiten, Schloß Sigmaringen, Die Sucht der Gesellschaft

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 3

1. Klimawandel bringt exotische Viren nach Europa

Seit Ende der letzten Eiszeit sind die Temperaturen in Mitteleuropa um etwa 6 Grad angestiegen. Der Klimawandel sorgt für eine weitere Erwärmung. Dieser Prozeß hat auch weitreichende Auswirkungen auf die Ausbreitung von Krankheiten. Bislang in unseren Breiten exotische Krankheiten, wie etwa das Westnil-Fieber, sind schon in Ungarn oder Österreich angekommen. Experten wie der Virologe Matthias Niedrig vom Robert-Koch-Institut rechnen damit, daß in naher Zukunft einige Insekten und Mückenarten nach Europa übersiedeln und dann für die Ausbreitung von Infektionskrankheiten sorgen werden.

Die asiatische Tigermücke gilt ebenso als heißer Kandidat, wie auch die Gelbfiebermücke Aedes aegypti...

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Autor: Marc Scheloske· 27.05.09 · 09:57 Uhr· 3 Kommentare

26. Mai 2009

Kosmische Wasseraufbereitung, Hohe Mathematik des Fußballs, Wissenschaft des Schlafens

Kategorie: Technik  ·  Kommentare: 1

1. Wasseraufbereitung im All: Cheers!

Es sind nicht die großen, atemberaubenden Fortschritte, aber für die Zukunft der Raumfahrt ist diese Meldung nicht unbedeutend: auf der Internationalen Raumstation ISS wurde vor wenigen Tagen das bordeigene Wasseraufbereitungssystem in Betrieb genommen.

Was heißt das? Das "Water Recovery System" ist quasi die ISS-Kläranlage, die zur Gewinnung von Trinkwasser sowohl den Urin der Astronauten aufbereitet, als auch den verdunsteten Schweiß aus der Luft aufnimmt. Die Astronauten haben jedenfalls den ersten Schluck des Recycling-Wasser aus Folienbeuteln mit Trinkhalmen schon getrunken...

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Autor: Marc Scheloske· 26.05.09 · 09:57 Uhr· 1 Kommentar

25. Mai 2009

Giftige Kräuter, Langlebige Chemikalien, Raben-Gangs

Kategorie: Umwelt  ·  Kommentare: 3

1. Giftiges Jakobskreuzkraut: Die Gefahr wuchert

Das Jakobskreuzkraut sieht nicht so aus, als müsse man sich vor ihm in Acht nehmen. Es blüht leuchtendgelb und ist seit Jahrhunderten auf unseren Wiesen heimisch. In den letzten Jahren wird das Jakobskreuzkraut allerdings zum Problem: es ist besonders widerstandsfähig, kommt gut mit Trockenheit zurecht und wurde oftmals zur Begrünung von Straßenrändern eingesetzt. Doch Jakobskreuzkraut enthält Pyrrolizidinalkaloide, kurz: PAs. Und deren Abbauprodukte sind giftig.

PAs, die ebenso in Heilkräutern wie Huflattich, Beinwell oder Pestwurz enthalten sind, schädigen die Leber. Das kann grasende Rinder ebenso betreffen, wie Menschen, die im vermeintlich gesunden Kräutertee zuviel Pyrrolizidinalkaloide zu sich nehmen. Mit zum Teil tragischen Folgen, wie Hanno Charisius in der Süddeutschen Zeitung schreibt...

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Autor: Marc Scheloske· 25.05.09 · 09:57 Uhr· 3 Kommentare

22. Mai 2009

Anachronistisches Peer-Review-System, Neurologie der Kontaktfreudigkeit, Einprägsame Gesichter

Kategorie: Kultur·Medizin  ·  Kommentare: 1

1. Offene Forschung als Extremsport

Wissenschaft ist - und darauf beruht sicher ein Teil ihres Erfolgs - ein träges System. Ihre Standards, Methoden und überhaupt die Konventionen, wie die Erkenntnisproduktion und -publikation abzulaufen hat, sind klar reglementiert. Einer der zentralen Bausteine ist das Peer-Review-Verfahren, das vor der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen in den relevanten Journals einen Begutachtungsprozeß vorsieht.

In Zeiten des Internets und der insgesamt beschleunigten Forschung mutet dieses System manchmal anachronistisch an. Wieso müssen Monate, manchmal Jahre vergehen, bis spannende Ergebnisse publiziert werden können? Seit Jahren gehen einzelne Disziplinen andere Wege. In der Physik können Arbeiten etwa im Pre-Print-Archiv "arXiv" zugänglich gemacht werden, wo die Forscher-Community schon viel früher über die Ergebnisse diskutieren und darauf aufbauen kann. Nach diesem Modell werden derzeit immer weitere Plattformen gegründet - wird das klassische Publikationsverfahren damit tendenziell überflüssig?

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Autor: Marc Scheloske· 22.05.09 · 09:57 Uhr· 1 Kommentar

20. Mai 2009

Umkämpfte Borreliose, Schlank im Schlaf, Verliebte schmecken anders

Kategorie: Medizin

1. Borreliose: Das umkämpfte Leiden

Ein Zeckenbiß kann unangenehme Folgen haben: einerseits droht eine Infektion mit FSME, der Frühsommer-Meningoenzephalitis, gegen die eine Impfung möglich ist. Andererseits übertragen Zecken auch Borreliose, wogegen auch eine Impfung keinen Schutz bietet.

Die Borreliose kann allerdings sehr gut mit Antibiotika behandelt werden. Jedoch gibt es viel zu viele Fälle, in denen die ersten Borreliose-Symptome nicht ernst genommen werden oder trotz rascher Therapie dennoch eine Beeinträchtigung der Lebensqualität zurückbleibt. Über die geeignete Behandlung von Borreliose-Patienten wird heftig unter Medizinern gestritten - viele Symptome (so eines der Argumente) würden gar nicht durch die Borreliose verursacht. Ein undurchsichtiger Streit. Wer argumentiert redlich, wer hat andere Motive?

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Autor: Marc Scheloske· 20.05.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

19. Mai 2009

Schulrealität des Jahres 2009, Narkolepsie eine Autoimmunkrankheit?, Komodowarane töten durch Giftcocktail

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften

1. Am Start

Man kann trefflich darüber streiten, ob die PISA-Studie hierzulande mehr Nutzen oder Schaden gestiftet hat. Einerseits ist es zweifellos so, daß die ernüchternden PISA-Ergebnisse die selbstgefälligen Bildungs- und Schulpolitiker wachgerüttelt haben, andererseits erleben wir inzwischen die Schattenseiten jener öffentlichen Diskussion, die bei Lehrern, Schülern und vor allem Eltern den Eindruck hinterlassen hat, bei der schulischen Bildung handele es sich letztlich um einen Wettbewerb, der unter dem Motto "Höher, schneller, weiter" durchgeführt wird.

Gerhard Matzig, Journalist und Vater einer Tochter, die nun am Ende ihrer Grundschulzeit angekommen ist, skizziert den alltäglichen Wahnsinn des "Systems" Schule und wünscht sich, daß wir wieder mehr Vertrauen schöpfen können. In die Fähigkeit der Lehrer, der Schule und vor allem in unsere Kinder.

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Autor: Marc Scheloske· 19.05.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

18. Mai 2009

Sexuelle Selektion, Talente von Menschen mit Down-Syndrom, Stärken der Komplementärmedizin

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 8

1. Lohn der Pracht

Das Prinzip der Evolution ist raffinierter, als man zunächst glaubt. Denn es ist keineswegs so, daß jede Eigenschaft, die eine Tier- oder Pflanzenart ausgebildet hat, einen direkten Überlebensvorteil bieten würde. Denn wozu sollen denn bitte all die verschwenderischen Farben und Formen, all die extravaganten Varianten des Lebens wirklich gut sein? Der Schlüssel zur Erklärung der oftmals verrückten Vielfalt liegt im Prinzip der "sexuellen Selektion", wie Charles Darwin es nannte.

Sie erklärt, weshalb ein im Zweifel hinderliches Geweih eines Hirsches (wenn er nämlich auf der Flucht im Gebüsch hängenbleibt) dennoch ein evolutionärer Vorteil sein kann. Der eigene Überlebensvorteil tritt oftmals gegenüber dem Fortpflanzungserfolg zurück. Mehr Erklärungen und viele Beispiele liefert Christoph Schrader.

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Autor: Marc Scheloske· 18.05.09 · 09:57 Uhr· 8 Kommentare

15. Mai 2009

Bauarbeiten am künstlichen Gehirn, Blütenblätter als Bestäuberlandebahnen, Versuchskaninchen im Bachelor-Studium

Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt  ·  Kommentare: 1

1. Die Demokratie der Neuronen

Henry Markram, Neurowissenschaftler in Lausanne, ist im positiven Sinne verrückt. Und so hat er sich vor 4 Jahren ein Ziel gesetzt, das eigentlich nur mißlingen kann. Sein "Blue Brain Project" will ein künstliches Gehirn "bauen". Zelle für Zelle programmieren - das ist Fleißarbeit und wahrscheinlich größenwahnsinnig.

Bei 10.000 Nervenzellen sind die Forscher bereits angelangt. Das menschliche Gehirn hat freilich 100 Milliarden Neuronen. Henry Markram und sein Team haben noch jede Menge Arbeit vor sich. Ein Portrait...

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Autor: Marc Scheloske· 15.05.09 · 09:57 Uhr· 1 Kommentar

14. Mai 2009

Mehr Hirnsubstanz durch Meditation, Neuer Wirkstoff gegen Malaria, Kein Klimaschutz durch Megatrucks

Kategorie: Medizin

1. Mehr Hirnsubstanz durch Meditieren

Wieviele Neurowissenschaftler selbst regelmäßig Meditationsübungen machen, ist bislang unbekannt. Als Untersuchungsgegenstand sind buddhistische Mönche jedoch überaus beliebt. Nun hat ein Forscherteam von der University of California wieder einmal untersucht, ob und in welcher Weise das Meditieren bestimmte Hirnstrukturen prägen kann.

Die Auswertung der Ergebnisse ergab, daß die Meditierenden tatsächlich deutlich mehr graue Substanz im rechten orbitofrontalen Kortex aufwiesen. Die Frage ist nun nur, ob diese Veränderung tatsächlich durch jahrelange Meditation herbeigeführt wird oder ob Personen, die möglicherweise von Geburt an eine solche Prägung des Gehirns aufweisen eben mit größerer Wahrscheinlichkeit meditieren...

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Autor: Marc Scheloske· 14.05.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

13. Mai 2009

Denkende Körper, Klimafolgen, Krötensex

Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt

1. Bewegung inspiriert

Der Mensch ist - und das macht letztlich seinen Erfolg aus - ein problemlösendes Wesen. Nachdenken, Grübeln, Planen und Experimentieren - das sind nur einige Momente des Problemlösens. Im ersten Moment erscheint es so, als seien all diese Prozesse rein kognitiv. Doch die Art und Weise unseres Denkens (und eben auch die Art und Weise, wie wir möglicherweise Probleme lösen und Handeln) hängt keineswegs nur von einer "isolierten" Rationalität ab. Ein interessantes Experiment zeigt, daß unser Denken viel stärker von anderen Rahmenbedingungen und ganz besonders von unserer körperlichen Verfassung geprägt wird.

In einer kleinen Studie zeigte sich, daß bestimmte Übungen oder Bewegungen, die die Probanden ausführen mußten, ganz wesentlichen Einfluß auf deren Problemlösungskompetenz hatten...

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Autor: Marc Scheloske· 13.05.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

12. Mai 2009

Grenzen der Hirnforschung, Antike Bildungssysteme, Starkes Immunsystem des schwachen Geschlechts

Kategorie: Kultur

1. Hirnforschung: Die Illusion von Einsicht

Wenn man es sich genau überlegt, ist es doch eine hochinteressante Koalition: die Fortschritte in der Technik der bildgebenden, tomographischen Verfahren, die seit den 80er Jahren immer tiefere und feinere Einblicke in den menschlichen Körper ermöglichen, verliefen parallel mit der steigenden Popularität der Neurologie und Hirnforschung, die sich seit den 90er Jahren zu einer Leitwissenschaft emanzipierte, wenn es um die Fragen nach dem Wesen des Menschen ging.

Kurz: Der Siegeszug der Hirnforschung, der provokative Gestus ihrer herausragendendsten Vertreter, die gerne mit der These von der Illusion der Willensfreiheit schockierten, wäre nicht vorstellbar ohne Verfahren wie das der funktionalen Magnetresonanztomographie (fMRT). Doch in den letzten Jahren tritt auch hier ein Stück Ernüchterung ein: lässt sich wirklich jede Gefühlsneigung auf eine bestimmte und identifizierbare Neuronenaktivität in einem klar lokalisierbaren Hirnareal zuschreiben? Die Realität ist vermutlich doch wieder einmal komplexer, als man in der ersten Forschungseuphorie dachte...

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Autor: Marc Scheloske· 12.05.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

11. Mai 2009

Menschen ohne Fingerabdrücke, Krankhafter Froschtourismus, Halal-Lebensmittel

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 1

1. Kein Fingerabdruck: Ein Fall für die Forschung?

Kein Tatort, kein Kriminalfall in dem nicht die Spurensicherung anrückt, um nach DNA-Spuren und Fingerabdrücken des Täters zu suchen. Und wenn die Experten nicht fündig werden, dann folgert der Kommissar haarscharf, daß der Täter entweder Handschuhe getragen oder auf andere Weise seine Spuren verwischt haben muß. Es gibt aber auch noch eine andere Möglichkeit, weshalb keine Fingerabdrücke gefunden werden - vielleicht leidet der Täter unter "Dermatopathia pigmentosa reticularis".

Personen, die von dieser Erkrankung betroffen sind, haben tatsächlich keine Rillen und Linien auf den Fingerkuppen und somit eben keinen Fingerabdruck. Verantwortlich ist ein Defekt des "Keratin-14-Gens". Über die Hintergründe dieser sehr seltenen Erkrankung und mögliche Therapieansätze informiert Sciencegarden...

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Autor: Marc Scheloske· 11.05.09 · 09:57 Uhr· 1 Kommentar

08. Mai 2009

Gestrandete Wale, Nächtlich-zwitschernde Vögel, Ängstliche Geschlechter

Kategorie: Umwelt

1. Strandungen von Walen - seit Jahrtausenden rätselhaft

Die Bilder gestrandeter Wale, von den riesigen hilflos daliegenden Körpern und den Helfern, die (meist erfolglos) versuchen die Wale wieder aufs freie Meer zu bugsieren, sind jedesmal irritierend. Doch alle paar Monate erreignet sich aufs Neue ein solcher Fall, wenn dutzende Grind-, Pott- oder Schnabelwale stranden. Interessanterweise sind es immer nur Zahnwale, die desorientiert am Ufer liegen. Die Erklärungen für dieses Phänomen gehen meist in zwei Richtungen: einmal werden Umweltgifte dafür verantwortlich gemacht, das andere Mal wird spekuliert, daß U-Boote und Schiffe mit ihren starken Sonargeräten verantwortlich sind, weil sie das empfindliche Gehör der Wale verletzen.

Diese Faktoren mögen eine Rolle spielen. Aber: Walstrandungen gibt es seit Menschengedenken! Es sind aus den Niederlanden Dokumente aus dem 16. Jahrhundert überliefert, wo von Walstrandungen berichtet wird. Und schon Aristoteles berichtete von solchen Fällen. Was also treibt die Säuger in den Tod am Strand?

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Autor: Marc Scheloske· 08.05.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

07. Mai 2009

Sorgenkind Gymnasium, Langlebige Weintrinker, Akustische Mythen

Kategorie: Kultur·Medizin

1. Mythos Gymnasium: Deutschlands schlechteste Schule

Seit den PISA-Studien wissen wir, daß unsere Schüler höchstens Mittelmaß sind. Diese Erkenntnis hat auch die Debatten über das Schulsystem neu entfacht; in Haupt- und Realschulen, so ist man sich meist einig, gibt es eklatante Defizite und den größten Reformbedarf. Da die Gymnasiasten in den internationalen Bildungstests fast immer gut abschneiden, wird dort kaum Reformbedarf vermutet. Zu Unrecht, wie nun der renommierte Bildungsforscher Jürgen Baumert klarstellt.

Baumert hat - in einer bislang unveröffentlichten Studie - die Lernkurven in den fünften und sechsten Jahrgangsstufen des Gymnasiums mit anderen Schulformen verglichen. Sein Ergebnis: der oft behauptete differenzierte Fördereffekt des Gymnasiums ist nicht nachweisbar...

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Autor: Marc Scheloske· 07.05.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

06. Mai 2009

Mit Trinkwasser die Selbstmordrate senken, Biomimetische Roboter, Physik des optimalen Torschusses

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften

1. Lithium im Trinkwasser senkt die Suizidrate

In manchen Ländern - der Schweiz beispielsweise - wird dem Trinkwasser eine gewisse Menge Fluor zugesetzt, um zur Kariesvorbeugung beizutragen. Bereits diese Maßnahme ist hochumstritten, denn gibt es keine andere Möglichkeiten die Fluorversorgung der Bevölkerung sicherzustellen, als durch eine solche "zwangsweise" Verabreichung der Substanz durch das Trinkwasser?

Aber natürlich sind nach diesem Modell noch viele weitere präventive Möglichkeiten gegeben: japanische Wissenschaftler haben nun den Vorschlag unterbreitet, daß man dem Wasser auch kleine Mengen Lithium beimischen könne. Lithium - das bei psychischen Störungen und Depressionen eingesetzt wird - könnte auf diese Weise die Suizidrate senken. Science Fiction oder bald schon Realität?

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Autor: Marc Scheloske· 06.05.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

05. Mai 2009

Publikationsschwindel in Göttingen?, Der "Öffentliche Wissenschaftler", Amphibienparadies Madagaskar

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften

1. Fälschen und Forschen

Wissenschaft ist - das ist eine Binsenweisheit - ein hochkompetitives System. Wissenschaft lebt genauso vom Wettbewerb der Ideen und Lösungsansätze, wie vom Wettbewerb der Forscher untereinander. Da bleibt es nicht aus, daß manche Wissenschaftler auch zu Tricks und Fälschungen greifen, um bessere Chancen im Rennen um Positionen und Forschungsgelder einzuheimsen.

Nun wird aus der Universität Göttingen bekannt, daß dort offenbar in mehreren Fällen gemogelt wurde: dort wurden Förderanträge mit fragwürdigen Publikationslisten aufgepeppt. Das Problem: darin waren Publikationen aufgelistet, die (noch) gar nicht erschienen oder auch gar nicht geschrieben wurden.

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Autor: Marc Scheloske· 05.05.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

04. Mai 2009

Die Vermessung von Sex & Lust, Die Moral und der freie Wille, Die Dynamik der Sprache

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur

1. Sexualforschung: Detektivin der Lust

Für die Psychologin Meredith Chivers, die an der Queen's University im kanadischen Kingston arbeitet, gibt es nur ein Thema: Sex. Die junge Wissenschaftlerin beschäftigt sich seit Jahren vor allem mit der Frage, welche Stimuli bei welchen Personen welche erotisch-sexuelle Wirkung haben. Dabei hat sie bei ihren Untersuchungen belegen können, daß Männer und Frauen sich ganz erheblich darin unterscheiden, was als antörnend empfunden wird.

Bei ihren Studien spielt Chivers ihren Probanden durchaus auch Pornofilme vor und sie mißt, wie darauf reagiert wird. Dabei hat sie auch eine Erklärung dafür gefunden, warum Viagra bei Frauen nicht funktioniert....

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Autor: Marc Scheloske· 04.05.09 · 09:57 Uhr· 0 Kommentare

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