Blog durchsuchen
Profil
Täglich Wissenschaft entdecken: aktuelle Studien, neue Forschungsergebnisse, lesenswerte Storys. An dieser Stelle gibt es jeden Tag ausgewählte Linktipps aus der ScienceBlogs-Redaktion.
Letzte Einträge
- Manipulation von DNA-Spuren, Solarkraftwerke im Weltall, Sommerkurs Wissenschaftskommunikation4 Kommentare· 19.08.09
- Medizinisches Ghost-Writing, Sozialer Chamäleoneffekt, Dopamin als Gehirn-Doping1 Kommentar· 18.08.09
- Paradigmenwechsel in der Allergieforschung?, Schädliche Antioxidantien?, Kleinere Vögel durch Klimawandel?0 Kommentare· 17.08.09
- Seifenblasen-Forschung, Kurzschläfer-Gen, Sprache der Mimik0 Kommentare· 14.08.09
- Neue Zweifel an Tamiflu, Trickreicher Baum, Sprunghafte Aufmerksamkeit4 Kommentare· 13.08.09
Kommentare
- hans srpei · 20.01.12 · 08:51 Uhr 3vor10: Umweltpsychologie, Kampf den Kröten, Klimakatastrophe verhindern
- Schüssler Salze · 05.09.11 · 08:00 Uhr Mythos Sport, Mythos Rohrschach-Test, Hoffnungsschimmer für Mukoviszidose-Patienten?
- Julian · 22.08.11 · 16:20 Uhr 3vor10: Risiken durch Hormone im Trinkwasser?, Intelligenzmessung, Das kooperative Tier
- Osmar Koeckerbauer · 15.03.11 · 13:47 Uhr Kosmische Wasseraufbereitung, Hohe Mathematik des Fußballs, Wissenschaft des Schlafens
- abc · 12.02.11 · 12:02 Uhr Rätsel des "absoluten Gehörs", Krebsschutz durch Allergien?, Kater sind Linkshänder
Blogroll
Wissenschafts-News
Twitter
Web 2.0
Kategorien
« vorheriger Beitrag · nächster Beitrag »
14.04.09 · 09:57 Uhr
3vor10: Risiken durch Hormone im Trinkwasser?, Intelligenzmessung, Das kooperative Tier
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Naturwissenschaften · Kommentare: 6
1. Mineralwasser: Wie wenig an hormonellen Substanzen ist zu viel?
Unser Trinkwasser hat in der Regel eine sehr gute Qualität. Egal, ob es nun aus der Leitung kommt oder in Flaschen abgefüllt ist. Vor wenigen Wochen sorgte allerdings die Meldung für Irritationen, wonach mehr als 2/3 aller untersuchten Mineralwasserproben teilweise erheblich mit Hormonen belastet sei.
Wie kann das sein? Handelt es sich bei den identifizierten Stoffen wirklich um Hormone? Welche Auswirkung haben sie für den menschlichen Körper? Und: woher kommen diese Substanzen, die wir lieber nicht im Wasser hätten?
Wie so oft gibt es keine (einfachen) Antworten auf diese Fragen. Ulrich Schaper hat versucht, ein wenig Licht in diesen mysteriösen Hormon-Wasser-Fall zu bringen.
"Handelsüblichen Mineralwässern wurde die Qualität von Klärabwässern bescheinigt, von der Kontamination mit Sexualhormonen war die Rede. Die anfängliche Aufregung ist der sachlichen Analyse gewichen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat in einer Stellungnahme die Gefährdung durch die hormonelle Belastung relativiert und beurteilt die Qualität von Mineralwässern als nach wie vor unbedenklich. Gibt es demnach gar keine potentielle Gefährdung?"
→ Weiterlesen: [Ulrich Schaper | FAZ]
2. Intelligenz ist keine Kunst
Eine der größten Herausforderungen für Psychologen und Pädagogen ist die Beurteilung der so genannten Schulreife bei Vorschulkindern. Wenn es um die Frage geht, ob ein Kind eingeschult werden soll oder möglicherweise noch nicht so weit ist, dann werden Experten zu Rate gezogen, die den Entwicklungsstand und auch die intellektuellen Fähigkeiten des Kindes beurteilen. Dabei werden fast immer auch die Kinderzeichnungen als wichtiges Indiz herangezogen. Sinnvoll ist das vermutlich nicht, wie nun ein Schweizer Doktorand zeigt.
Ronan Teplitz promoviert derzeit am Kinderspital der Uni Zürich. Und er hat dabei die Zeichnungen von fast 200 Kindern standardisiert analysiert und in verschiedenen Alterstufen verglichen. Sein vorläufiges Fazit: an den Zeichnungen lässt sich viel weniger ablesen, als Psychologen seit Generationen glauben. Und für die Bewertung der Intelligenz taugen die Zeichnungen sowieso nicht...
"Die meisten Kinder lieben es, zu zeichnen und zu malen: Angefangen bei wilden, scheinbar inhaltslosen Kritzeleien über erste Kopffüssler bis hin zu durchkomponierten Zeichnungen mit Himmel und Erde, Tieren, Blumen, Häusern und Menschen. Durch das Hantieren mit Stiften üben die Kleinen nicht nur ihre Feinmotorik. Das Zeichnen ermöglicht es ihnen auch, innere Bilder und Gedanken auszudrücken und zu verarbeiten. Traditionell gelten die Bilder daher als ein Mittel, um den intellektuellen Entwicklungsstand eines Kindes zu beurteilen, zum Beispiel, wenn es um die Einschulung geht."
→ Weiterlesen: [Irene Dietschi | Neue Zürcher Zeitung]
Es ist eine Frage, die uns seit Jahrtausenden beschäftigt: Was macht den Menschen eigentlich zum Menschen? Oder anders: worin unterscheiden wir uns von anderen Lebewesen, worin besteht unsere Einzigartigkeit, wenn es diese überhaupt gibt? Ist es die Lautsprache, die uns etwa von Menschenaffen unterscheidet? Ist es der Gebrauch von Werkzeugen? Oder weshalb sind wir denn "anders"?
Michael Tomasello, Direktor am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, sucht seit 30 Jahren nach diesem Unterschied. Und er ist sich sicher: die Fähigkeit zur Kultur ist eine bzw. unsere Besonderheit. Oder anders: der Mensch ist das kooperative Tier.
"Irgendwann«, so erzählt Michael Tomasello, »haben wir gelesen, Menschen seien die einzige von 180 Primatenarten, die Weißes in den Augen hat. Wir haben uns nur angesehen und ›Wow!‹ gesagt.« Der Psychologe strahlt, als er von diesem Erkenntnisblitz erzählt. Und seine Mitteilungslust führt direkt ins Zentrum seiner Forschung: »Die anderen Grundemotionen - Angst, Freude, Wut - haben wir mit den Affen gemein; die Freude jedoch, etwas mit anderen zu teilen und gemeinsam zu tun, ist ein menschliches Gefühl.«..."
→ Weiterlesen: [Mathias Greffrath | Die Zeit]
Bei 3vor10 gibt es jeden Tag, von montags bis freitags, drei ausgewählte Links zu Artikeln in wissenschaftlichen Blogs und Nachrichtenportalen.
Autor: Marc Scheloske· 6 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
Anthropologie· Entwicklungspsychologie· Hormone· Intelligenztests· Wasser· Wasserqualität
Kommentar schreiben
Top5
- "2012 - Keine Panik" - Das Buch zum WeltuntergangAstrodicticum Simplex· 30.01.2012
- Vahrenholts kalte Sonne, Svensmarks kosmische Strahlen und der KlimawandelAstrodicticum Simplex· 10.02.2012
- Die Praxis der "Alternativmedizin": Ein Insider berichtetKritisch gedacht· 08.02.2012
- Kein Platz für junge Wissenschaftler - Das Problem der fehlenden JuniorpositionenAstrodicticum Simplex· 31.01.2012
- Wie ich Wissenschaftler wurde und warum ich heute keiner mehr binAstrodicticum Simplex· 01.02.2012
Top5
- Vahrenholts kalte Sonne, Svensmarks kosmische Strahlen und der KlimawandelAstrodicticum Simplex· 10.02.2012
- "2012 - Keine Panik" - Das Buch zum WeltuntergangAstrodicticum Simplex· 30.01.2012
- Sonderrechte für Religiöse?blooDNAcid· 01.02.2012
- World Skeptics Congress 2012 in BerlinKritisch gedacht· 06.02.2012
- Die dunkle Materie ist keine ErfindungAstrodicticum Simplex· 07.02.2012
ScienceBlogs.com
- The Festival Recognizes Our First "Featured Fan"!The Festival will be here in April and we thought ...USA Science and Engineering Festival: The Blog· 11.02.2012 · 14:22 Uhr
- Great Plains Emerging Diseases ConferenceI ...Aetiology· 10.02.2012 · 14:25 Uhr
- Awful House transportation bill forgets that transit benefits drivers, tooThe House of Representatives Natural Resources Committee has approved what ...The Pump Handle· 10.02.2012 · 11:16 Uhr
- Independence Days Challenge Update #1I won't usually publish ID updates here but I did ...Casaubon's Book· 10.02.2012 · 11:02 Uhr
- Just in Time for Valentine's Day: The Science Behind the KissBy Larry Bock Founder and organizer USA Science Engineering Festival ...USA Science and Engineering Festival: The Blog· 10.02.2012 · 10:00 Uhr

Kommentare (6)
Wenn meine Schulreife anhand meiner zeichnerischen Fähigkeiten beurteilt worden wäre, wäre ich wohl heute noch im Kindergarten.
@Thilo:
Naja, bei den meisten Kindern werden wohl auch keine wirklich großartigen Tests durchgeführt. In den meisten Fällen reicht es (jedenfalls nach meinem Wissensstand) aus, wenn man im fraglichen Alter die Schuhe binden kann, mit der Schere so umgeht, daß man den Nebenmann nicht verletzt und wenigstens halbwegs mit Buntstiften ein Haus oder eine Blume hinkritzeln kann. Über den künstlerischen Wert wird wohl kaum diskutiert.
So, wie ich den oben verlinkten Text verstehe, geht es v.a. um den Einsatz der Zeichungen bei der Beurteilung der Schulfähigkeit und des (intellektuellen) Entwicklungsstandes von "Wackelkandidaten". Und hier liefern die Zeichnungen anscheinend keine tauglichen Anhaltspunkte - Deine eigene Biographie wäre dafür wohl ein guter Beleg.
Zum Punkt 3:
Ich habe mit dem dargestellten Forschungsprogramm zwei methodische Probleme. Erstens fokussiert es sich (so wie es dargestellt ist) auf den Vergleich zwischen Menschen und Menschenaffen. Es wurde aber schon mehrfach gezeigt (und Arnold Gehlen hat das in den 1950er Jahren schon zum Thema der Antropologie gemacht) dass Intelligenz-Leistungen unterschiedlicher Art bei anderen Tierarten weit höher ausgeprägt sind als bei den Menschenaffen.
Damit einher geht mein zweiter methodischer Kritikpunkt: Die Untersuchungen beschreiben Unterschiede, das ist rein deskriptives Arbeiten. Will man aber den etscheidenden Unterschied zwischen Mensch und Tier finden, müsste man die Frage normativ stellen. Konkret: Wäre es wirklich überraschen, wenn sich in den Tiefen des Urwaldes oder des Ozeans eine Tierart fände, die all die Merkmale aufwiese, die hier beschrieben sind? Wären das dann Menschen?
Die Frage muss so gestellt werden dass das gefundene Unterschiedungskriterium uns dazu befähigte, jede Gattung, die über das Kriterium verfügt, umstandslos als menschlich anzuerkennen, das müsste auch für zukünftige Entdeckungen gelten. Diese Bedingung scheint mir die beschriebene Wir-Intentionalität (auf den ersten Blick) nicht zu erfüllen.
Na das haben wir in Graz ja noch Glück!
bergwasser vom feinsten! beste grüße helmut
AD 3: Weil die Arbeit von Michael Tomasello hier nicht direkt Thema ist, sondern nur in dem ZEIT-Artikel, auf den oben aufmerksam gemacht und verwiesen wird, schlage ich vor, eine evtl. weitere Diskussion dazu im Blog Geografittico hier zu führen.
Habe den Artikel gerade erst gefunden auf der Suche nach Beiträgen zum Thema Hormone im Trinkwasser. Danke für den Link zum FAZ Artikel, den kannte ich noch nicht :)