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02.02.12 · 05:29 Uhr
Eine Chance, gehört zu werden
Selbst in den besten Demokratien beschränkt sich politische Partizipation oft darauf, in größeren zeitlichen Abständen Kreuzchen auf Stimmzettel zu machen - ansonsten ist der direkte "Input" der Bürger nicht wirklich gefragt. Bleibt nur zu hoffen, dass die neue Bürgerbeteiligungs-Initiative der Bundesregierung (www.dialog-ueber-deutschland.de) ein ernsthafter Versuch ist, dies zu ändern; wie offen das digitale Ohr der Regierung sein wird, muss sich in der Praxis natürlich erst noch zeigen. Aber warum nicht die Gelegenheit nutzen, ein paar Dinge, die uns am Herzen liegen, hier darzulegen? Christian Reinboth beispielsweise hat sich die Mühe gemacht, gleich zwei Anregungen - zu Open Science und zur Verbesserung der akademischen Arbeitsbedingungen - einzubringen, mit denen sich auch die ScienceBlogs schon seit einiger Zeit ganz engagiert befassen:
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Zitat der Woche
“Es wurde ja häufig und nicht zu Unrecht in feministischen Kreisen die Meinung vertreten, dass die Gleichberechtigung erst dann wirklich an ihr Ziel gelangt sei, wenn Frauen den gleichen ignoranten und auf Halbwissen basierenden Unsinn erzählen und damit ohne den geringsten Schaden für ihr Renommée davon kommen können wie die Männer.”
Georg Hoffmann·20.5.2012Primaklima
Kommentar der Woche
“es ist kein problem, vorurteile zu haben. hat jeder. ein problem ist, auf vor- und fehlurteilen zu beharren.”
Radicchio·24.5.2012WSC - Tag 3: Anleitung zur Subversion, Missbrauch der Wissenschaft gegen Frauen... und James Randi!



Kommentare (2)
Streiche selbst, füge die Notwendigkeit hinzu, streiche oft: In den besten Demokratien beschränkt sich die Notwendigkeit politischer Partizipation darauf, in größeren zeitlichen Abständen Kreuzchen auf Stimmzettel zu machen ...
Wir haben es in allen Bereichen der Gesellschaft zu einem beachtlichen Grad an Arbeitsteilung gebracht, der unser modernes Leben überhaupt erst ermöglicht. Die repräsentative Demokratie ist nur ein willkürlich herausgegriffener Vertreter dieses bewährten Ansatzes. Politische Institutionen sind Dienstleister für die Gesellschaft und Politiker deren Personal. Für das Management unserer Dienstleister und die Überwachung ihrer Tätigkeit haben wir leistungsfähige und ausgefeilte Mechanismen entwickelt, die mit minimalem Aufwand unsererseits systemaitsch zu einer verlässlichen, konstanten und ausreichenden Qualität der Dienstleistung führen. Das ist mindestens so schwierig wie der Verkauf von Fast Food gleichbleibender Qualität in einem globalen Franchise-System.
Die Vorstellung, irgend etwas werde besser, wenn wir drei Schritte zurückgingen und unseren Dienstleistern bei ihrer Arbeit unter die Arme griffen, ist absurd und nicht nachvollziehbar. Kein Mensch käme auf die Idee, dass der Esser sich doch bitte stärker am Burgerbau bei McDonalds beteiligen möge. Warum also sollten sich Bürger stärker in die Tätigkeit ihrer Repräsentanten einmischen? Die sollen ihre Arbeit schön selber machen, und wenn sie Mist bauen, werden sie gefeuert.
Angesichts der Realität scheint mit diese Aktion als eine Beruhigungspille für das Volk oder für die Regierung selbst. Im Hintergrund brodelt es gewaltig.
Wir hatten uns schon gefreut das die britischen und amerikanischen Besatzer bis 2020 endgültig abziehen und vor paar Tagen wenden die Amerikaner ihre Vorbehaltsrecht auf deutschen Boden an. Die wollen den Mega-Bunker-Komplex mit taktischen Waffen in Rammstein als Kommandostelle für den Raketenschild umfunktionieren. D.h. wenn sich die Chinesen, die schon in Pakistan stehen und die Russen die an der äußeren Südgrenze Truppen zusammenziehen den amerikanischen Angriff auf Iran unterbinden werden, ist Rammstein ein Primärziel für eine Primärschalg.
Kurzm: Atomschlag.
Diesmal wird es ernst.
Was ich damit sagen will: Wenn wir wirklich aus der Unmündigkeit heraus wollen, müssen wir unsere Souveränität als Deutsche einfordern.