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08.11.11 · 05:27 Uhr

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit

240px-CMS_Higgs-event.jpgDiese Floskel, die in der Politik ja nicht unbeliebt ist (weil sie das Hintertürchen für den Irrtum offen lässt), ist aus der Sicht der Naturwissenschaften das beste, was man über ein Forschungsresultat sagen kann: Es liegt in der Natur der Wissenschaft, dass sie offen dafür sein muss, selbst die vertrautesten und "hundertprozentigsten" Konzepte als unvollständig oder überholt zu akzeptieren. Newtons Mechanik, die der Relativitätstheorie Platz machen musste, ist sicher das prominenteste Beispiel hierfür. Aber das heißt nicht, dass diese "Wahrscheinlichkeiten", mit denen sich Wissenschaftler zufrieden geben müssen, eine relative Beliebigkeit enthalten - im Gegenteil: Die Schwellenwerte, ab wann die Wahrscheinlichkeit einer wissenschaftliche Beobachtung oder Messung einem Beweis gleich kommt, sind enorm hoch. Ehe die Forscher am Genfer Large Hadron Collider verkünden könnten, dass sie das lange gesuchte Higgs-Boson endlich gefunden haben (noch steht dieses resultat aus), müssten sie die Zufälligkeit ihrer Resultate auf 0,0002 Prozent reduziert haben. Mit anderen Worten: Sie müssen zu 99,9998 Prozent sicher sein. Auch wenn also das Resultat immer nur mit einer Wahrscheinlichkeit beschrieben werden kann, muss diese Wahrscheinlichkeit doch enorm hoch sein. Mehr dazu hier:

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Kommentare (2)

Kommentar-Direktlink Arthie· 08.11.11 · 09:13 Uhr

in den nachrichten ist bislang leider nichts zu finden :(

Kommentar-Direktlink Mag. Georg Schilling· 10.05.12 · 13:41 Uhr

Kurze (und konstruktiv zu lesende) Anregung bitte zu diesem teils durchaus spannenden Text, nicht zuletzt betreffend den Satz:

"[...] Mit anderen Worten: Sie müssen zu 99,9998 Prozent [sic!] sicher sein. [...] ":

- lässt sich Sicherheit (ernstlich) in *Prozent* (!) (va aus möglichst (strikt-)*wissenschaftl.* und logischer Sicht zB) ausdrücken, bitte ...?

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