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11.10.11 · 05:36 Uhr

Diskriminierung durch Mathematik

6100628150_d0030d9ca9_m.jpgMathematik ist überall im Universum gleich - und dennoch war sie, im kommunistischen Bildungssystem der Sowjetunion, ein Instrument der Diskriminierung geworden. Jüdische Studenten waren an der Staatlichen Universität Moskau (manchen besser bekannt als die Lomonossow-Universität, Abb.) weitgehend unerwünscht; um sie von der Zulassung zum Mathematikstudium auszuschließen, hatte die mathematische Fakultät in den 70-er Jahren daher spezielle Testaufgaben für jüdische (und andere unerwünschte) Studienplatzbewerber entwickelt, die zwar lösbar waren und auf den ersten Blick auch wie elementare Mathematikfragen wirkten - "wieviele Stellen hat die Zahl 125100?", beispielsweise. Doch die Antworten waren mit den Mitteln eines solchen Aufnahmetests nahezu unmöglich zu finden - selbst die acht besten sowjetischen Mathematikstudenten jener Zeit schafften es innerhalb eines Monats, gemeinsam nur etwa die Hälfte der Prüfungsaufgaben zu lösen. Eine aktuelle Rückschau dazu im Mathlog:

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“Insgesamt bleibt also der etwas ueberraschende Fund, dass die Industrie noch besser abschneidet als der Gesetzgeber. Aber wie gesagt, das ist vermutlich nur so viel wie zur Imagepflege benoetigt wird, und nicht so viel wie im Interesse der Bevoelkerung stehen sollte, da es nicht in Gesetze gegossen wird.”

Jörg Rings·4.5.2012
Diax's Rake

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“Wer soll über Wissenschaft reden? Mir wäre es am liebsten, wenn es speziell ausgebildete Wissenschaftler/innen wären. Diese müsste es an jeder Universität geben.”

Nichtakademiker&middt;22.2.2012
22.03.12 · 00:25 Uhr Wer soll über Wissenschaft reden?

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