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07.03.11 · 05:27 Uhr

Rätselhaftes Wundern

Jigsaw_3D2.jpgDie Begriffe "Wunder" und "Rätsel", mit ihren mystischen Konnotationen, tauchen im Wörterbuch des Wissenschaftlers eigentlich nicht auf - allenfalls im Sinn, dass sich nicht alles, was an der Natur verwunderlich ist, immer von alleine enträtselt. Oder dass Wissenschaftler lange über Fragen rätseln, deren Antworten wir dann am Ende bewundernswert finden. Aber bedeutet das, dass die Wissenschaft dem Leben und der Welt etwas wegnimmt, indem sie es "enträtselt"? Vielleicht brauchen wir ja den Reiz des "Wunders" - und die Wissenschaft nimmt uns, mit ihrem hartnäckigen Bemühen, Fragen zu beantworten und "Rätsel" zu lösen, letzlich das, was uns am Leben, am Sein fasziniert. Etwa so, wie wenn man sich aufs Wochenend-Kreuzworträtsel in der Zeitung freut und dann feststellen muss, dass schon jemand die Antworten reingeschrieben hat ...

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Kommentare (2)

Kommentar-Direktlink Ex-Esoteriker· 07.03.11 · 11:01 Uhr

Aber bedeutet das, dass die Wissenschaft dem Leben und der Welt etwas wegnimmt, indem sie es "enträtselt"? Vielleicht brauchen wir ja den Reiz des "Wunders"

Der Reiz selber bleibt ja bestehen, z.B. Eis, nur weil der Gefrierpunkt von Wasser belegt ist, ist es doch immer wieder faszinierend und "Wunder"schön, wenn Bäche, Seen zufrieren und sehr schöne Eisgebilde zaubern.

Das selbe mit eigentlich allen menschengemachten Dingen, dank wissenschaftlicher Studien und Arbeiten konnte z.B. die Kamera erfunden und weiterentwickelt werden, so kann man z.B. diese winterlichen Eis"wunder" fotografieren, und somit für die Nachwelt hinterlassen und man kann sich dieses Wunder immer wieder anschauen.

Also Wissenschaft würde ich mal behaupten, schafft zusätzliche "Rätsel" und Wunder

Kommentar-Direktlink Stefan W.· 08.03.11 · 01:55 Uhr

Eminent nervend finde ich diese ganze ZDF-History-Serie und Artverwandtes. Jedes historische Thema wird zum Rätsel, zum Geheimnis, ein Zombie sitzt zwischen kokelnden Eimern in einer Ruine und wartet auf spukendes und Dämonen. Fachlich mag manches nicht schlecht sein, aber die ganze implizit vermittelte Haltung scheint mir falsch. Als ob man sich mit Geschichte nicht befassen sollte, wo es keine spektakulär neuen Erkenntnisse gibt, oder Dispute. Viel schöner wäre es doch, wenn die alltägliche Geschichtsforschung dargestellt würde.

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