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21.12.10 · 06:30 Uhr

Tuskegee-Experiment: Die Neugier der Wissenschaft und ihre Perversion

Tuskeegee.jpgAls Anfang der 1930er Jahre in der Gegend von Tuskegee in Alabama farbige Landarbeiter für eine medizinische Studie gesucht wurden, ahnte niemand, dass hier ein unvorstellbarer Medizinskandal seinen Anfang nahm. Den Gesundheitsbehörden und den verantwortlichen Ärzten ging es um die Erforschung der Syphilis, die insbesondere bei der afro-amerikanischen Bevölkerung weit verbreitet war. Doch was zunächst mit halbwegs anständigen Motiven begann, veränderte sich innerhalb weniger Jahre zu einem zynischen Experiment. Die farbigen Versuchsteilnehmer waren nichts anderes als naive Versuchskaninchen.

Den rund 400 farbigen Patienten (darunter viele Analphabeten) sagte man, dass sie "böses Blut" hätten. Dass sie an Syphilis litten wurde ihnen verheimlicht. Und eine vernünftige Behandlung verweigert, obwohl spätestens seit Mitte der 1940er Jahre mit Penicilin ein wirksames Medikament zur Verfügung gestanden hätte. Die Wissenschaftler wollten nämlich den kompletten Krankheitsverlauf der Syphilis beobachten - bis zum bitteren Ende. Erst 1972 wurde die Öffentlichkeit auf diesen Fall aufmerksam. Christian Reinboth hat für uns weitere Einzelheiten zum menschenverachtende Tuskegee-Experiment recherchiert:

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“Insgesamt bleibt also der etwas ueberraschende Fund, dass die Industrie noch besser abschneidet als der Gesetzgeber. Aber wie gesagt, das ist vermutlich nur so viel wie zur Imagepflege benoetigt wird, und nicht so viel wie im Interesse der Bevoelkerung stehen sollte, da es nicht in Gesetze gegossen wird.”

Jörg Rings·4.5.2012
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“Wer soll über Wissenschaft reden? Mir wäre es am liebsten, wenn es speziell ausgebildete Wissenschaftler/innen wären. Diese müsste es an jeder Universität geben.”

Nichtakademiker&middt;22.2.2012
22.03.12 · 00:25 Uhr Wer soll über Wissenschaft reden?

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