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11.10.10 · 06:30 Uhr

Graphen: Dafür gab es den Physik-Nobelpreis 2010

Graphen.jpgBevor eine wissenschaftliche Leistung mit einem Nobelpreis ausgezeichnet wird, gehen ja meistens 20 oder 30 Jahre ins Land. Das hat zum einen damit zu tun, dass die Bedeutung einer Entdeckung häufig erst nach dieser Zeitspanne wirklich beurteilt werden kann. Zum anderen ist das Nobelpreis-Komitee einfach ein ausgesprochen vorsichtiges (manche sagen auch: verschnarchtes) Gremium.

Umso beachtlicher ist es, dass die Physiker Andre Geim und Konstantin Novoselov bereits dieses Jahr den Nobelpreis erhielten. 2004 gelang es Geim und Novoselov erstmals zweidimensionale Kristalle aus Kohlenstoff (Graphene) herzustellen. Und doch steht bereits heute fest, dass diese Leistung wirklich revolutionär war. Graphen selbst ist nur eine einzige Atomlage dick (es ist eine Million mal dünner als ein Blatt Papier). Dabei elastisch wie eine Plastikfolie und gleichzeitig hundertmal härter als Stahl. Es leitet Strom ebenso gut wie Kupfer und Wärme besser als alle bislang bekannten Materialien. Graphen verdient sich tatsächlich das Etikett "Wundermaterial" und die Anwendungsmöglichkeiten des neuen Stoffs scheinen (fast) unbegrenzt. Unser bloggender Physiker Jörg kennt noch viele weitere Details zu Graphen:

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“Insgesamt bleibt also der etwas ueberraschende Fund, dass die Industrie noch besser abschneidet als der Gesetzgeber. Aber wie gesagt, das ist vermutlich nur so viel wie zur Imagepflege benoetigt wird, und nicht so viel wie im Interesse der Bevoelkerung stehen sollte, da es nicht in Gesetze gegossen wird.”

Jörg Rings·4.5.2012
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“Wer soll über Wissenschaft reden? Mir wäre es am liebsten, wenn es speziell ausgebildete Wissenschaftler/innen wären. Diese müsste es an jeder Universität geben.”

Nichtakademiker&middt;22.2.2012
22.03.12 · 00:25 Uhr Wer soll über Wissenschaft reden?

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