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06.01.09 · 06:30 Uhr

Ominöse Gefahren des "Third-Hand-Smoke": Nichts als heiße Luft

Rauchen01a.jpgRauchen - das ist Konsens - ist gesundheits- schädlich. Bisweilen treiben die Debatten um die negativen Aspekte des blauen Dunstes aber seltsame Blüten: derzeit kann beobachtet werden, wie ein relativ belangloses Studienergebnis in den Medien zu einer fabelhaften neuen Erkenntnis und gar zu einem eigenständigen Risiko hochgejubelt wird.

Bei SpiegelOnline & Co. ist zu lesen, dass Mediziner vor den Gefahren des sog. "Third-Hand-Smoke" warnen. Die Aufnahme von Giftstoffen über Kleidung oder belastete Wohnungsgegenstände werde unterschätzt. Das Problem: für diese Behauptung fehlt jeder Beleg! Es gibt - außer einer lapidaren telefonischen Befragung von US-Bürgern, ob sie glauben (sic!), dass nachträgliches Passivrauchen schädlich ist - keine Studie, kein Gutachten. Viel Rauch um nichts...

Archiv: Topthemen

 

2 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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Kommentare (2)

Kommentar-Direktlink Tesla· 06.01.09 · 18:32 Uhr

@ sherlogg:

Sie werden den Artikel mit Sicherheit nicht gelesen haben, sonst wüssten Sie das der von Ihnen zitierten Artikel die Toxizotät des ETS als Paradigma vorweg nimmt und nicht hinterfragt. Es wird lediglich versucht ein experimentelles Model für die Resorption und Desorption von Rauchinhaltsstoffen auf Oberflächen in geschlossenen Räumen in Abhängigkeit vom Luftaustausch zu entwickeln. Der von den Autoren eingeführte "exposure relevant emission factor (EREF)" zur Beschreibung dieses Phänomens ist allerdings unbrauchbar bzw. in sich nicht schlüssig. In diesem mit großen Aufwand durchgeführten Experiment bleiben die Autoren die eigentliche Antwort auf die grundlegende Frage, wie hoch die Belastung durch Rauchbestandteile in Räumen in denen zuvor geraucht wurde tatsächlich ist, schuldig.

Kommentar-Direktlink Michael Weber· 06.01.09 · 20:51 Uhr

Besonders erheitert hat mich die Feststellung des Spiegels, daß
Belastung durch "Dritthandrauch" bei Kindern zu Leseschwäche
führt.Belege fehlen natürlich vollständig.Wie alles Gute kommt
auch junk science aus den USA. Es wird Zeit, daß sich ein
Fachbegriff für solchen Schrott bildet. Das Ganze unter
Wissenschaft zu rubrizieren, beleidigt doch jeden ernsthaften
Forscher.
Michael Weber

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